Der Deal soll im vierten Quartal abgeschlossen werden und markiert einen bedeutenden Schritt in Coats’ Strategie, seine Schuhsparte zur „Super Tier 2“-Komponente im Premium-Segment auszubauen. „Die Kombination von Coats und Ortholite ist eine fantastische Nachricht – für beide Unternehmen und für die gesamte Schuhbranche“, sagte Coats-CEO David Paja. Die Fusion stärke Innovation und Nachhaltigkeit und verbinde zwei führende Marken mit globaler Reichweite. Ortholite-Gründer Glenn Barrett ergänzt: „Diese Allianz bietet uns eine Plattform, um unsere Kunden weiterhin mit den innovativsten und nachhaltigsten Komponenten zu beliefern.“ Finanziert wird die Übernahme durch neue Fremdkapitalvereinbarungen sowie durch eine geplante Kapitalerhöhung von bis zu 19,99 % der ausstehenden Aktien. Auch Privatanleger sollen angesprochen werden. Mit Cirql übernimmt Coats zudem eine neue Schaumtechnologie für den Zwischensohlenmarkt. Die von über 80 Patenten geschützte, biologisch abbaubare oder recycelbare Innovation befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Die Investitionen in Cirql belaufen sich bislang auf über 30 Mio. USD (27,6 Mio. Euro). Die Gewinnschwelle wird für 2026 erwartet.
Coats rechnet durch die Übernahme mit jährlichen Synergieeffekten in Höhe von 20 Mio. USD (18,4 Mio. Euro) bis 2028 und einem deutlichen Ausbau der margenstarken Schuhsparte. Gleichzeitig verbessert das Unternehmen die Qualität seiner Erträge und positioniert sich für weiteres Wachstum im globalen Markt für nachhaltige Schuhkomponenten.
Ortholite, gegründet 1997, ist Weltmarktführer bei offenen Schaumstoff-Einlegesohlen und beliefert jährlich über 500 Millionen Paar an rund 500 Marken weltweit. Mit einem Marktanteil von 36 %, 14 globalen Produktionsstätten und mehr als 310 Co-Branding-Partnerschaften gilt Ortholite als Innovationstreiber in Komfort, Leistung und Nachhaltigkeit.