Der Saldo aus guten und schlechten Bewertungen der aktuellen Geschäftslage liegt bei plus 47,1 Punkte und damit immer noch an dritter Stelle in den letzten zehn Jahren. Die Wertungen stehen im Zusammenhang mit Abschwächungen beim Umsatz und beim Personal.
Die Umsatzentwicklung zeigt bei 21,0% der Mittelständler eine Steigerung – im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 25,4% – und bei 26,8% einen Rückgang (2012: 22,3%). Der Saldo liegt bei minus 5,8 Punkten gegenüber plus 3,1 Punkten 2012. Die Rückgänge, die der Mittelstand über das Winterhalbjahr hinzunehmen hatte, werden wohl über das nächste halbe Jahr ausgeglichen werden. Die Erwartungen der rund 4.000 befragten Betriebe liegen nicht bei der Fortsetzung der aktuellen Abschwächung, sondern auf der Höhe der Entwicklung des guten Jahres 2012. Die erwarteten Umsätze sind nicht ohne zusätzliche Mitarbeiter zu schaffen. 24,4% der KMU wollen bis zum Herbst Mitarbeiter einstellen, vor einem Jahr äußerten sich nur 22,0% so offensiv.
Zeigen sich bei der aktuellen Ertragslage noch Rückgänge gegenüber dem Vorjahr (steigende Erträge 2013: 16,9%; 2012: 18,4%), so erreicht die Prognose per Saldo fast wieder den Stand der Vorjahreserwartungen. Der Saldo aus Hoffnung und Befürchtung im Hinblick auf die zukünftigen Erträge liegt bei plus 12,0 Punkten, im Vorjahr lag er bei plus 13,6 Punkten. Fortschritte hat die Finanzierungssituation beim Eigenkapital gemacht. Zum ersten Mal ist der Anteil der Betriebe, die eine starke Eigenkapitalquote von über 30% der Bilanzsumme vorhalten, höher als die derjenigen mit einer schwachen EK-Quote von unter 10% (32,8 zu 28,3%). Die kräftigste Eigenkapitalausstattung weist das Verarbeitende Gewerbe aus.
Schließlich hat sich die Liquiditätslage des Mittelstands gebessert. Innerhalb von 30 Tagen sind die Forderungen an private und gewerbliche Kunden von 87,1% beglichen. Im Vorjahr lag der Anteil bei 82,6%. Hohe Forderungsverluste von über einem Prozent des Umsatzes erlitten 10,7% der Mittelständler nach 12,9 % im Vorjahr.