Flache Absätze, das ist – Achtung, Wortspiel – die Steilvorlage für Ballerinas, Loafer und Sabots, die es in Mailand reichlich zu sehen gab. Während man annehmen darf, dass ein Ballerina nun einmal ein Ballerina ist und durch typische Features zu beschreiben ist, wurden doch einige spannende Interpretationen des Klassikers gezeigt: Mit Gummizügen rund um den Schaftrand, aus Netz mit Strass-Stickereien, mit Häkelblüten, mit spitzem Leisten oder sogar in Karrée. Wenn es denn für den deutschen Handel ein Absatz sein darf, dann bis etwa 3 cm, so erlebt es Richard Valero (Hispanitas): „In diesem Bereich haben wir gute Abverkäufe.“
Wer Mut zum Absatz hat, aber nicht ganz hoch hinaus will, für den gibt es im nächsten Sommer viele Sixties-Slings mit leicht verrundeten Formen und teils sehr spannenden Schaftgestaltungen und Farbmixes. Blockabsätze um die drei, vier Zentimeter dürften der Bequemlichkeit keinen Abbruch tun. Weiterhin wichtig bleiben Sneaker, die sich farblich etwas stärker zurückhalten. Bei den Sneaker-Böden tut sich was: Sie werden dünner und zurückhaltender. Dem Retro-Sneaker, der sich über kurz oder lang in sämtlichen Schuhschränken finden dürfte, folgen schlanke Schnitte und Minimalsohlen à la Speedcat. Loafer als klassischere Sneaker-Alternative waren ebenfalls in vielen Kollektionen zu sehen – übrigens auch fersenoffen als lässiger Sabot. Und bei den Sandalen ist alles möglich: Voluminöse Böden, denen man ihre Weichheit förmlich ansieht, aber auch Kork-Latex-Sohlen und zurückgenommene Sohlen, gern aus Leder, prägen das Bild. Breite, gepolsterte Bandagen bilden interessante Schaftgestaltungen. Und wer es ganz natürlich mag, den dürften die variantenreichen Fischeroder Bäckersandalen überzeugen.
Und dann sind da noch die Western Booties, an die sich zumindest der deutsche Handel zuletzt noch nicht so recht herangetraut hat. Jetzt aber scheint der Knoten geplatzt und die knöchel- bis wadenhohen Klassiker dürften den Sommer 2025 einläuten – und das in vielen Varianten.