Angesichts der wachsenden Probleme, die auf die globale Schuhbranche einprasseln, sieht der Messeveranstalter die Expo Riva Schuh als internationale Plattform, ideal aufgestellt, um Lösungen zu finden. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten werde es immer wichtiger, Lieferketten zu diversifizieren und Margen unter Kontrolle zu halten, um auf steigende Kosten durch Logistik, Energie und Materialbeschaffung reagieren zu können. „Riva del Garda bleibt der ideale Ort, um Kollektionen zu bewerten und zu ordern und wird als optimale Plattform bestätigt, um Markttrends zu deuten und strategische Beziehungen aufzubauen“, erklärt Roberto Pellegrini, Präsident von Riva del Garda Fierecongressi. Mehr als 1.000 Marken und Aussteller aus 44 Ländern haben in elf Hallen und vier Hotels ihre Schuhe und Taschen in Riva del Garda vorgestellt. Über 60 % davon stammen von außerhalb der EU. China, Italien, die Türkei und Indien stellten die meisten Aussteller. Über die vier Tage hinweg erwartet der Veranstalter Händler und Einkäufer aus über 100 Ländern.
Unter den Händlern und Ausstellern aus der DACH-Region war die Stimmung angesichts der Herausforderungen für die Branche positiv. Besonders im Sommer sei die Laune am Gardasee immer etwas besser als die Marktlage, so der Tenor in den Messehallen. „Wir wollen nicht über die schlechte Stimmung sprechen“, stellte eine Einkäuferin klar, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Wir kommen hierher, um uns inspirieren zu lassen.“ Wer sich auf den Weg nach Riva mache, der wolle auch proaktiv mit den Problemen umgehen, fasste Marcus Wilke von Schuhhaus Heinmüller zusammen: „Wir sind mit positiven Erwartungen nach Riva gefahren. Das Wichtigste hier ist für uns der Austausch. Denn diejenigen, die hierherkommen, sind auch die, die gut drauf sind und etwas bewegen wollen.“