Sandra Seibt ist Brand- und Business-Fotografin und berät Einzelhändler bei der Optimierung ihrer Social Media-Auftritte. Sie verrät, worauf Händlerinnen und Händler achten können, um bei ihren Store- und Produktfotografien schnell Verbesserungen zu erreichen, und warum es hilft, einen Experten zurate zu ziehen.
Sie machen unter anderem Fotos für Schuhgeschäfte, Deko-Läden und Hotels. Viele Händler machen Fotos für ihren Social Media-Auftritt und die Website neben ihrer eigentlichen Arbeit. Was sollten sie beachten, um bessere Fotos zu machen?
Sandra Seibt: Das Wichtigste für ein gutes Foto ist, dass das Licht stimmt. Es macht ganz viel mit dem Bild, ob es hell oder dunkel ist und ob Schatten geworfen werden. Ideal ist es, wenn es hell ist, aber kein direktes Sonnenlicht einstrahlt, sondern eher indirektes Licht. Ein cleaner Hintergrund hilft dabei, das Motiv im Mittelpunkt zu haben. Zusätzlich sollte man sich bewusst überlegen, welchen Blickwinkel man einnimmt, um das Motiv zu fotografieren, damit es nicht wahllos wirkt. Es macht einen Unterschied, ob man sich frontal vor das Schuhregal stellt, oder ob man ausprobiert, in welchem Winkel man zum Regal stehen sollte, um ein möglichst gutes Bild zu bekommen und eine Emotion beim Anschauenden auszulösen.
Wie merken auch Laien, dass ein Bild gelungen ist?
Ein gutes Bild wirkt dynamisch und lebendig. Obwohl es nur ein Standbild ist, kann man das Gefühl bekommen, die Bewegung zu sehen. Und das ist es, was die Emotionen und das Interesse weckt. Das gilt generell bei Bildern, aber vor allem auf Social Media. Deswegen hilft es, sich Motive auszudenken, in denen schon eine Dynamik ist. Wenn man zum Beispiel einfängt, wie man den Schuh ins Regal stellt oder wie ein Kind in seinen Schuhen in die Luft springt. Da dürfen sich die Leute auch gerne mehr trauen und Dinge ausprobieren.