Mit dem Verfahren würde die Zahl der Produktionsschritte von 15 auf nur einen reduziert, teilt Decathlon mit. Dieser Prozess sei nicht nur einfacher und sauberer, sondern verbessere auch die Leistung des Schuhs. Zugleich würden CO₂-Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlich produzierten Laufschuh um 26% gesenkt werden. „Das Prinzip besteht darin, ein thermoplastisches Material mit einem inerten Gas, Stickstoff, zu mischen, das wir unter hohem Druck in eine Form injizieren, die das Obermaterial enthält. Der Stickstoff ermöglicht es dem Material, fein zu schäumen und sich in einem einzigen Schritt ohne Klebstoff direkt mit dem Obermaterial zu verbinden“, beschreibt Stéphane Benaddi, Technical Project Leader, Footwear Process bei Kiprun, das Verfahren. Laut Experteneinschätzung ist die Vorgehensweise vor allem im Laufschuhbereich sehr innovativ.
Zu den Vorteilen des Modells gehört laut Decathlon dessen Leichtigkeit. So wiege das Damenmodell lediglich 226 g in Größe 38, während die Herrenversion 277 g in Größe 42 auf die Waage bringe. Mit einer Sprengung von 6 mm soll der KipX zudem eine natürliche Laufbewegung unterstützen, um den Läuferinnen und Läufern ein angenehmes und effizientes Laufgefühl zu vermitteln.
Laboruntersuchungen haben laut Decathlon darüber hinaus eine verbesserte Abriebfestigkeit der Sohle und eine längere Dämpfung ergeben, wobei die gesamte Produktlebensdauer im Vergleich zu einem Referenzmodell um 50% erhöht worden sei. Dies ermögliche es den Läuferinnen und Läufern, ihre Schuhe länger zu tragen, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird.