Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Inuovo habe auch versucht, dem schnellen Fast Fashion-Trend zu folgen, wurde jedoch mit frühen Reduzierungen und dem Verhau der Marke bestraft, erzählt Firmenchef Ismet Doganer. „Wir legen Wert auf die sogenannte Time to Market-Zeitspanne, die das Produkt benötigt, um Erträge zu generieren. Der langfristige Preis- erhalt ist unser Ziel“, ergänzt Joscha Frotscher, der die Marke seit 2021 mit seiner Agentur in Deutschland vertreibt und sich regelmäßig mit den Lieferanten in Istanbul berät. Inzwischen hätten sich die Kunden aber an den Saisonrhythmus von Inuovo gewöhnt.
Die Kraft der Farben
Ismet Doganer ist der kreative Kopf der Firma, der Visionär und Designer, der alle Fäden in der Hand hält und die Markenphilosophie mit Enthusiasmus erklärt. Mit seiner Unternehmensstrategie scheint er richtig zu liegen. Die Messestände in Düsseldorf und Mailand sind ständig umlagert, denn die exotisch anmutenden Styles aus der Türkei wecken Neugierde. Inuovo klingt italienisch und steht für „Das Neue“. Der modische Aspekt habe höchste Priorität und solle unbeschwerte Sommerfreuden wecken. Sandalen in allen Varianten stehen im Fokus der farbenfrohen Kollektion. Beim Design setzt Designchef Ismet Doganer auf die eigene Handschrift mit exotischen Einflüssen, fantasievollen Applikationen, Glitzersteinchen, Strass, Silber und Gold. Er lege Wert darauf, die Dinge einfach zu halten. Die Sonne sei ein verbindendes Element. „Wir definieren die Klassiker jede Saison neu und glauben an die Kraft der Farben“, lautet seine Kollektionsphilosophie. Als internationales Produkt wolle man eine große modische Bandbreite zeigen. Mit fast 80% Anteil stellt die Sommerkollektion mit Sandalen, Ballerinas, Loafern und Mokassins in konsumigen Preislagen den Löwenanteil. Für den Winter setzt Inuovo den Fokus auf Stiefel, oft mit hohen Absätzen, Chelsea-Boots sowie Schuhe mit Plateausohlen und markanten Blockabsätzen. Die Marge liege bei 2,6.