Der Schuhmaschinenhersteller Desma vermeldet für die diesjährige Hausmesse am 24. und 25. September einen Besucherrekord, wie der kaufmännische Geschäftsführer Klaus Freese sich im Abschlussbericht zitieren lässt: „Wir haben ca. 800 Gäste aus dem In- und Ausland gezählt und konnten 57 internationale Mitaussteller begrüßen. Damit haben wir neue Rekordzahlen erreicht.“ Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Messe in der Desma-Produktionsstätte in Achim bei Bremen trifft sich die Schuhindustrie, um neue Produkte vorzustellen und sich über die Zukunft der Industrie auszutauschen. Die Messe sei, so Desma, „zwei Tage lang Zentrum der globalen Schuhindustrie“. Neben den Ständen der Desma und der 57 weiteren Ausstellern gab es auch ein Rahmenprogramm, erläutert der für Technik verantwortliche Desma-Geschäftsführer Christian Decker: „Wir haben ein vielfältiges Programm aus rund 20 Fachvorträgen, Präsentationen und Live-Vorführungen organisiert, wobei die Themen Innovation, Nachhaltigkeit und auch Künstliche Intelligenz im Vordergrund standen.“ Die wichtigsten Themen auf der Messe waren Innovation und Automatisierung. Eine neue Anlagentechnik soll Sohlen aus thermoplastischen Materialien mit der zukunftsweisenden Super Critical Foaming-Technologie herstellen. Bei diesem Verfahren entsteht ein mikroporöser Schaum, der die Produktion sehr leichter und dennoch hochleistungsfähiger Sohlen ermöglicht. Damit kann Material gespart werden, zumal der Stoff recyclingfähig ist. Für seinen Einsatz für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft hat Desma außerdem das PFI-Eco-Label erhalten.
Als Beispiel für die wachsende Automatisierung präsentierte Desma als Konzeptschuh 2024 den PU-Stiefel „Integralt“. Der Stiefel wurde KI-gestützt designt und auf einer Direktansohlanlage gefertigt. In einem Workshop designten die Teilnehmenden den Schuh und schickten die Daten direkt an einen 3D-Drucker und eine 3D-Strickmaschine. Innerhalb weniger Stunden wurden flexible Prototypen der Sohlen sowie seriennahe Schäfte hergestellt. „Design2manufacturing wird immer wichtiger“, betont Christian Decker. „Wir haben auf der Hausmesse gezeigt, dass es möglich ist, die Zeit vom Design eines Schuhs über die Prototypenerstellung bis zur Serienfertigung auf wenige Tage oder Stunden zu reduzieren. In der Kombination aller gezeigten Verfahren ergeben sich für die Schuhproduzenten bisher ungeahnte Möglichkeiten“, so der Desma-Geschäftsführer.