Insgesamt wurden laut den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 1,2 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im ersten Quartal 2016. Die Importe gingen im selben Zeitraum um 0,1% zurück. Dadurch kam vom Außenbeitrag – also der Differenz aus Exporten und Importen – mit +0,6 Prozentpunkten rechnerisch der größte Impuls zum BIP-Wachstum im Berichtszeitraum.
Aus dem Inland kamen gemischte Signale. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben geringfügig um 0,2%, die staatlichen Konsumausgaben waren um 0,6% höher als im Vorquartal. Dagegen gingen die Investitionen im Vergleich zum ersten Quartal zurück: In Ausrüstungen wurden 2,4% und in Bauten 1,6% weniger investiert als im ersten Quartal 2016. Zusätzlich gab es einen leichten Vorratsabbau, der sich ebenfalls negativ auf das BIP-Wachstum auswirkte (-0,1 Prozentpunkte). Insgesamt sank die inländische Verwendung im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres leicht, wodurch das Wirtschaftswachstum rechnerisch um –0,2 Prozentpunkte gedämpft wurde.
Auch im Vorjahresvergleich kamen im zweiten Quartal 2016 vom Außenhandel Wachstumsimpulse, wie das Statistische Bundesamt bekannt gibt. Es wurden preisbereinigt 4,9% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als vor einem Jahr. Die Importe stiegen im selben Zeitraum mit +4,5% nicht ganz so stark. Dadurch ergibt sich für den Außenbeitrag als Saldo zwischen Exporten und Importen im Vergleich zum Vorjahr ein rechnerischer Wachstumsbeitrag zum BIP von +0,6 Prozentpunkten.
Aus dem Inland kamen im längerfristigen Vergleich zum Vorjahr ebenfalls positive Impulse: Die privaten Konsumausgaben stiegen um 2,4%, die staatlichen Konsumausgaben sogar um 3,9%. Auch die Investitionen legten zu: In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde preisbereinigt 4,4% mehr investiert als im zweiten Quartal 2015. Die Investitionen in Bauten stiegen um 5,1%, wobei insbesondere in den Wohnungsbau mehr investiert wurde als ein Jahr zuvor. Lediglich der Vorratsabbau bremste das BIP-Wachstum (–0,4 Prozentpunkte).