Im Wirtschaftsbereich Handel gab es laut Destatis im August 2016 mit 291 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 267 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 208 und im Gastgewerbe 204 Insolvenzanträge gemeldet.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für August 2016 auf rund 1,7 Mrd. Euro. Im August 2015 hatten sie bei rund 1,1 Mrd. Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist nach Ansicht von Destatis darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im August 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im August 2015.
Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 8.567 übrige Schuldner im August 2016 Insolvenz an (+5,3% gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6.479 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 1.777 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- bzw. ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.