Insgesamt betrugen die Umsätze der deutschen Schuhindustrie im 1. Halbjahr 2013 1,17 Mrd. Euro im Vergleich zu 1,21 Mrd. Euro im 1. Halbjahr 2012. Dies entspricht einem Rückgang von 2,17%. „Der Umsatz liegt allerdings auf einem sehr hohen Niveau“, sagte HDS/L-Geschäftsführer Manfred Junkert im Rahmen der GDS Auftakt-Pressekonferenz, zwei Wochen vor der Düsseldorfer Messe. So liege er deutlich über dem Stand des ersten Halbjahres 2010 mit 1,02 Mrd. Euro und des Krisenjahres 2009 (986 Mio). Der Inlandsumsatz sank von 899 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012 um 40 Mio. (-4,4%) auf 859 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013.
Dagegen belebte sich das Auslandsgeschäft leicht – die Umsätze stiegen von 307 Mio Euro um 2,4% auf 314 Mio. Euro. „Der Anstieg ist zwar bescheiden, wir geben aber davon aus, dass sich die wichtigen europäischen Absatzmärkte wieder langsam erholen“, sagte Manfred Junkert. Der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz steigerte sich laut HDS/L um 1,3 Prozentpunkte von 25,5% auf 26,8%.
Die Zahl der statistisch erfassten Betriebe in Deutschland reduzierte sich im ersten Halbjahr 2013 um fünf Unternehmen auf 41. Insgesamt zählt der Verband in Deutschland 80 Fertigungsbetriebe in der Schuhindustrie. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht um 1,3% auf 11.517. „Nach Jahren des Beschäftigungsaufbaus bleibt die Lage damit auf hohem Niveau“, so Junkert.
„Für den weiteren Verlauf des Jahres 2013 wird entscheidend sein, ob sich die ersten Erholungssignale der wichtigen europäischen Absatzmärkte fortsetzen“, prognostizierte Manfred Junkert. „Für das Inland bleibt abzuwarten, ob in der zweiten Jahreshälfte Impulse für eine Umsatzbelebung kommen.“ Der Ifo-Index für den Bereich Schuhe liege deutlich über dem Wert von 12 Monaten, so dass die Schuhindustrie für die Geschäftsentwicklung der nächsten sechs Monate positive Erwartungen habe