Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Jahr 2025 preisbereinigt um 0,2 % gestiegen. Preis- und kalenderbereinigt liegt das Wachstum bei 0,3 %. In Mrd. Euro ist das BIP damit 4.329 Mrd. Euro auf 4.470,5 Mrd. gestiegen. Das preisbereinigte BIP pro Erwerbstätigen ist um 0,2 % gestiegen. „Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Das Wachstum ist vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen“, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand.
Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben nahmen insgesamt um 1,4 % zu. Besonders für Gesundheit gaben die privaten Haushalte mehr Geld aus als im Vorjahr (+3,8 %). Auch die Ausgaben für Mobilität nahmen zu (+2,7 %). Weniger als im Vorjahr gaben die privaten Haushalte dagegen erneut für Gastronomie und Beherbergung aus (‑0,6 %). Der Staatskonsum stieg 2025 mit einem preisbereinigten Zuwachs von 1,5 % noch etwas stärker als der private Konsum. Hauptursache für den Anstieg war, dass die Sozialversicherung mehr Geld für Krankenhaus- und Arztbehandlungen, Medikamente sowie Pflege ausgeben musste. Auch das vom Staat gezahlte Arbeitnehmerentgelt erhöhte sich weiter.
Dem gegenüber steht eine zurückgehende Bruttowertschöpfung. 2025 lag sie preisbereinigt um 0,1 % niedriger als im Vorjahr. Im Verarbeitenden Gewerbe wurde 2025 im dritten Jahr in Folge weniger erwirtschaftet. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % ab. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank in der Baubranche nochmals um 3,6 %, die Zahl der Insolvenzen nahm zu. Unter den Dienstleistungssektoren stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Segment Handel/Verkehr/Gastgewerbe um 1,2 % an. Diese Entwicklung wurde vor allem durch den Einzelhandel getrieben, während das Gastgewerbe sogar weniger erwirtschaftete als im Vorjahr.