Modell Athena von Diadora (Foto: Diadora)

Diadora: Workwear für Frauen

Utility-Bereich soll ausgebaut werden

Nach dem starken Fokus auf Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren 
bringt Diadora mit seiner Workwear-Marke Diadora Utility erstmals einen Arbeitsschuh ausschließlich für die weibliche Zielgruppe auf den Markt.

  • 07.09.2023
  • Rüdiger Oberschür
  • 2 Minuten

1948 als Manufaktur für Wander- und Arbeitsschuhe gegründet, hat Diadora vor allem ab den späten 1990er-Jahren als Sport- und vor allem Tennisschuhhersteller von sich reden gemacht. 2000 wird der Sportbereich in Diadora Heritage gebündelt, der Arbeitsschuh-Sektor in Diadora Utility. Seit 2009 ist Enrico Moretti Polegato
Chairman des Schuhherstellers mit Headquarter in Caerano di San Marco in Venetien.

Mit dem Damen-Arbeitsschuh Athena will Polegato die Relevanz seines Hauses auf dem Safety- und Workwear-Markt weiter ausbauen. Schon im vergangenen Jahr hatte Diadora eine Athena-Kapsel mit femininer Arbeitskleidung herausgekommen. Mit dem Arbeitsschuh geht es nun vor allem darum, das technologische Know-how und die Innovationskraft des Hauses zu unterstreichen. Diesen Anspruch verfolgt Diadora bereits seit der Gründung des eigenen
Research Centers (DRC) vor wenigen Jahren.
Vom Hauptsitz in Caerano aus ist es so möglich, die Entwicklung eines Produkts in allen Phasen zu verfolgen. Das DRC verfügt über eine multidisziplinäre Struktur, die sich auf die Aktivitäten des Unternehmens in den beiden Bereichen Sport und Arbeit konzentriert und die Erfahrungen von
Medizinern, Bioingenieuren und Sportlern zusammenbringt.
Das DRC bietet einen Ausgangspunkt für die Erprobung technologischer Lösungen, die auf Produkte aller Kategorien angewendet werden können, und macht die Forschung im Leistungsbereich zur Grundlage aller Produktentwicklungen. Dies zeigte sich insbesondere bei der Konzeption und Produktion von Laufschuhen wie dem Equipe Atomo 2021 oder dem Atomo V7000.

Für den femininen Arbeitsschuh Athena wurde im DRC die gesamte Morphologie des weiblichen Fußes durch wissenschaftliche Labortests analysiert, um der weiblichen Zielgruppe
ein angemessenes Produkt anzubieten.

„Noch einige Modetüren öffnen“

Diadora-CEO Enrico Polato (Foto: Diadora)

Diadora-CEO Enrico Polato (Foto: Diadora)

Eine neue „Stable Impact“-Technologie soll maximalen Komfort, Reaktionsfähigkeit und eine stabile Dämpfung bieten. Die Dämpfungstechnologie sorge dafür, dass die Reaktion des Schuhs konstant bleibt, selbst wenn sich die Stärke der ausgeübten Kraft verändert.
Durch seitliche Löcher und die zentrale Öffnung im Fer-
senbereich kann sich das Material sowohl in Längsrichtung als auch vertikal in zwei unabhängigen Teilen verformen, wodurch das Gewicht gleichmäßig verteilt werden kann.
Ein gutes Jahr 2022
2022 war für beide Diadora-Linien laut Unternehmenschef Polegato ein gutes Jahr. Mit einem Gesamtumsatz von 305 Mio. Euro verzeichnete Diadora die bisher besten Umsätze. „Alle unsere Produktkategorien und Regionen entwickelten sich gut, aber was das Umsatzwachstum ankurbelte, waren Sportprodukte, insbesondere Running sowie der US-Markt insgesamt und Diadora Utility“, sagt Polegato im Gespräch mit schuhkurier.
2023/24 will er die technologische Entwicklung im Sport- wie im Workwear-Bereich weiter vorantreiben und „weitere Innovationen“ auf den Markt bringen. „Dazu werden wir uns weiterhin auf strategische Märkte wie die USA konzentrieren. Darüber hinaus verstärken wir unsere Bemühungen um ein Wachstum in Märkten wie Frankreich und Deutschland“, so der Unternehmenschef.
Für die Utility-Linie ist Deutschland ein wichtiger und nach 
Italien und Frankreich der wichtigste Markt in Europa. Polegato
will den Anteil von fünf auf zehn Prozent am Gesamtumsatz steigern. „Auch wenn es sich für uns noch um einen jungen Markt handelt, hat er ein großes Potenzial. Wir versuchen uns dem Markt durch professionelle Erforschung zu nähern. Deutsche
Verbraucher sind sehr anspruchsvoll. Aus diesem Grund entwickeln und bieten wir Produkte an, die in Bezug auf Farben und Materialien auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, aber auch auf Innovation und Technologien ausgerichtet sind“, so Polegato. Der Vertrieb der Utility-Linie läuft derzeit über ausgewählte Workwear-Spezialisten wie Indutek und Atala. Dort wird auch der Athena vertrieben. Im Sport-Bereich setzt 
Diadora hierzulande auf Marktplätze wie Zalando und Verbundgruppen wie Sport 2000.

Über das Sport-Engagement will Chairman Polegato Diadora auch im Lifestyle-Sektor weiter voranbringen. Helfen soll hier vor allem das starke Heritage der Marke im Tennissport. 
Zentraler Vertriebspartner auf dem deutschen Markt ist die E-Commerce-Plattform Tennis Point. Doch auch für die eigene
Sportswear- und Apparel-Linie will Polegato noch „einige
Modetüren öffnen“.

Headerfoto: Modell Athena von Diadora (Foto: Diadora)

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