Viele Handelsunternehmen haben sich mittlerweile zu Online-Marktplätzen entwickelt. Ob es der Online-Shop Amazon ist, das aus dem Versandhandel stammende Unternehmen Otto oder ein Supermarkt wie Kaufland: Alle mit einer leicht anderen Ausrichtung, bieten sie Händlern die Möglichkeit, ihre Waren über viele Kanäle auszuspielen und die Reichweite im Vergleich zum eigenen Online-Shop stark zu erhöhen. Doch gleichzeitig ist jeder Marktplatz mit einem Mehraufwand verbunden. Überhaupt Zugang zum Marktplatz zu haben, hängt manchmal an Voraussetzungen. Außerdem gibt es unterschiedliche Anforderungen an Artikeldaten und verschiedene Gebühren- und Auszahlungsmodelle.
Vorteile nutzen, Nachteile auslagern
Connect Your Store will Händlern dabei helfen, die Vorteile der Marktplätze zu nutzen, ohne sich mit all den Schwierigkeiten auseinandersetzen zu müssen. Der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Floetner fasst zusammen: „Während sich die Händler auf ihr Kerngeschäft, den stationären Einzelhandel, konzentrieren, übernehmen wir für sie ihr Marktplatzgeschäft, die Kundenkommunikation, die Kommunikation mit den Marktplätzen und erstellen eine monatliche Abrechnung.“ Verknüpft ist Connect Your Store unter anderem mit Amazon, About You, Decathlon, Otto, Limango, Kaufland und für Backfill-Sortimente mit Breuninger.
Connect Your Store bekommt von den Händlern die Artikeldaten und passt diese an die einzelnen Marktplätze an, so Floetner: „Wir bekommen die Artikeldaten vom Händler eingespielt und reichern diese mit den nötigen Attributen für die verschiedenen Marktplätze an. Jeder Marktplatz hat dabei unterschiedliche Anforderungen an Bilddateien oder Artikelbeschreibungen. Connect Your Store tritt dabei auf den Marktplätzen als Verkäufer auf.“ Das habe für den Händler klare Vorteile. Connect Your Store übernimmt die Kommunikation mit dem Marktplatz und den Kunden, außerdem erhöht sich die Sichtbarkeit: „Da wir mit den Beständen all unserer Händler auf den Marktplätzen auftreten, erzeugen wir so eine bessere Sichtbarkeit und erhöhen damit die Chance auf die Buybox.“ Parallel könne der Händler zusätzlich selbst auf den Marktplätzen aktiv sein oder nach Bedarf auch mit anderen Dienstleistern arbeiten. Wenn ein Artikel bestellt wurde, bekommt der Händler eine Bestätigung auf dem Dashboard, welches einen Überblick über alle Marktplätze erlaubt. Er muss die Ware dann picken, packen und versenden. Die Einnahmen aus dem Marktplatztermin gibt es zu einem festen Termin von Connect Your Store. Die Gebühren der Marktplätze gibt Connect Your Store ohne Aufschläge direkt an den Händler weiter. Dazu kommen Gebühren an Connect Your Store von 3% vom Bruttoumsatz nach Retouren und 2,50 Euro pro verkauftem Artikel. Set-Up- oder Abokosten gibt es nicht. So müssen die Händler nur dann etwas zahlen, wenn sie auch selbst etwas mit der Zusammenarbeit verdienen.
Daran, dass Marktplätze angesichts steigender Gebühren an Relevanz verlieren, glaubt Floetner nicht. Für viele Händler bleibe es die bessere Möglichkeit, neben dem stationären Shop am E-Commerce zu partizipieren: „Den eigenen Online-Shop müssen Verbraucher erst einmal finden. Auf den Marktplätzen kann man überall hin verkaufen. Das kostet zwar auch einiges
in Form von Marge, aber es erlaubt einem, breit zu gehen. Deswegen glaube ich, dass die Zukunft weiter in Marktplätzen liegt, auch wenn die Kosten im Rahmen gehalten werden müssen. Wenn Versand- und Marktplatzgebühren immer weiter steigen, muss geschaut werden, wie die Kalkulation konsolidiert werden kann.“