Dr. Martens muss sich einen neuen Chief Product Officer suchen: Adam Meek verlässt das Unternehmen nach vier Jahren. „Ich bin stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben, um das Produkt wieder mit seinem Zweck und den Verbrauchern zu verbinden, die Marke zu stärken und neue Ideen in großem Maßstab zum Leben zu erwecken“, schrieb Meek auf der Plattform Linkedin. „Vor allem bin ich dankbar für die brillanten Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte – und für die vielen Freundschaften, die dabei entstanden sind. Die Menschen bei Docs sind etwas Besonderes.“
Meek war 2021 von Canada Goose zu Dr. Martens gekommen, wo er als General Manager Footwear and Accessories tätig war. Zuvor hatte er von 2016 bis 2020 die Position des Global Senior Vice President of Product bei Sperry inne. Weitere Stationen seiner Karriere umfassen Führungsrollen bei Nike und Pentland Brands.
„Die Leitung der Bereiche Produkt, Design, Entwicklung und Innovation für eine so ikonische globale Marke – und die Zusammenarbeit mit unglaublich talentierten Teams auf der ganzen Welt – war für mich ein Privileg“, so Meek weiter. „Gemeinsam haben wir komplexe Veränderungen bewältigt, die Markenklarheit geschärft, die Produktarchitektur und das Portfolio weiterentwickelt und neue Energie in den Markt gebracht, die Verbraucher auf der ganzen Welt begeistert.“
Der Führungswechsel fällt in eine Phase wirtschaftlicher Herausforderungen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Gruppenumsatz um 3,1 % auf 251 Mio. Pfund. Auf Neunmonatssicht lag das Minus bei 1,8 % (573 Mio. Pfund). Während das Wholesale-Geschäft im dritten Quartal um 9,3 % zulegte (plus 3,3 % year-to-date), verzeichnete der DTC-Bereich ein Minus von 7 % (-4,6 % year-to-date).
CEO Ije Nwokorie hatte das laufende Geschäftsjahr zuletzt als „ein Jahr des Umbruchs“ bezeichnet. Man nehme „notwendige Veränderungen“ vor, um das Unternehmen für nachhaltiges Wachstum aufzustellen. „Ich konzentriere mich weiterhin voll und ganz auf die Umsetzung unserer neuen Strategie, und wir werden alle vier unserer strategischen Ziele für das Geschäftsjahr 2026 erreichen“, so Nwokorie. „Wir haben die Qualität unserer Einnahmen durch einen disziplinierten Ansatz bei Werbeaktionen weiter verbessert, was sich jedoch negativ auf die Gesamteinnahmen auswirkt, insbesondere im E-Commerce.“