Was erwarten Sie von 2017?
Die Wettbewerbsintensität wird auch 2017 nicht nachlassen und den Schuhhandel weiter auf Trab halten. Herausforderungen gibt es zuhauf. In der Warenversorgung müssten die Vorlaufzeiten wieder verkürzt werden und sich eine spätere Auftragsvergabe durchsetzen. Sortimentsauffrischungen für die zweite Saisonhälfte und flexiblere Nachbestellmöglichkeiten würden dem stationären Handel zudem helfen, für Kunden auch im Online-Zeitalter attraktiv zu bleiben.
Was muss sich im neuen Jahr ändern?
Da der Online-Wettbewerb kontinuierlich mehr Umsätze abgreift, muss der stationärer Schuhhandel Beratungsqualität und Wohlfühlatmosphäre seiner Läden sorgfältig im Blick haben. Wer jetzt einen langjährigen Investitionsstau in der Ladenausstattung nicht auflöst, wird seine unternehmerische Zukunft verspielen.
Welches Thema wird besonders wichtig?
Das Thema Kundenfrequenz wird uns auch in 2017 begleiten. Aussagekräftige Kundendaten werden daher immer wichtiger. Und bei einem so emotionalen Produkt wie Schuhen muss man über die Nutzung von Social Media-Netzwerken nachdenken, gerade wenn jüngere Kundenzielgruppen bedient werden. Bei so manchem Schuhhaus fehlt es aber leider schon an grundlegenden digitalen Dingen wie einer eigenen Firmen-Website. Das wird der Kunde immer weniger verzeihen. Und ’last but not least‘: Gerade kleine und mittlere Fachgeschäfte müssen ausreichend Zeit für Kunden und die Umsetzung zukunftsweisender Entscheidungen haben: Dafür muss man sich aber von administrativen, ineffizienten Routinearbeiten befreien. Zum Beispiel, indem mittels EDI Geschäftsabläufe automatisiert werden, wo immer dies möglich ist.