“Und wir fangen bei den Brillant-Luxus-Schirmen erst bei rund 270 Euro an”, sagt Firmenchef Eberhard Göbel. Da sich das generelle Qualitätsniveau von Schirmen für den breiten Markt verschlechtert habe, spricht er bewusst Kunden auf der Suche nach dem Besonderen und Ausgefallenen an. Mit Erfolg: “Die Resonanz der Schirmfachgeschäfte ist sehr positiv.”
Auf Wunsch kann sich der Kunde seinen individuellen Schirm zusammenstellen. Bei der Bespannung hat er die Wahl zwischen Edelpolyester oder reiner Seide jeweils in mehreren Farbstellungen. Als Hölzer werden Wenge, Akazie, Ahorn, Nußbaum, Amazakoue, Malacca oder Palisander eingesetzt – alle mit Hornzwinge und aus einem Stück gefertigt. Aber auch schlanke Metallgestelle aus gehärteten Materialien sind erhältlich. Die Griffe in Lederversion sind mit Python, Kroko, Strauß oder Elch veredelt. Schieber, Krone und Stopper sind aus Edelstahl mit CNC Technik gefertigt und von Hand auf Hochglanz poliert.
Die Verarbeitungskunst zeigt sich im Detail. Der Verschluss ist nicht mit einem einfachen Sägeschnitt, sondern punktgenau in das Holz eingefräst. Bei dem Schirm mit Holzstock sind alle Funktionsteile nicht nur wie üblich genagelt, sondern mit Delta PT Schrauben befestigt. Wo Holz und Leder aneinander stoßen, sorgt eine Hülse aus Sterling-Silber für einen sauberen Übergang. Auf Wunsch können abschließend die Kundeninitialen eingraviert oder eingelasert werden. Die Materialien stammen fast alle aus Europa und werden in Ulm verarbeitet. Die Lieferzeit eines individuell zusammengestellten Schirms ist rund eine Woche.
Das Familienunternehmen entwickelt und produziert seit über 90 Jahren Schirme. Eberhard Göbel leitet es in zweiter Generation und entwickelt besondere Schirmprodukte für unterschiedliche Bereiche, die weltweit vertrieben werden. Bei der Brillant-Kollektion ist der gelernte Schirmmacher daher auch mit besonders viel Herzblut dabei. “Für uns ist es schön und interessant, das alte Know-how handgefertigter Schirme in Verbindung mit edlen Materialien wieder aufleben zu lassen.”