Das Thema Energie ist für den Handel kein leichtes: Während Klimaziele eingehalten und Energiekrise entgegengewirkt werden möchte, balancieren Händler zwischen erneuerbaren Energien und weiteren Zukunftsinvestitionen. Doch wie aus der EHI-Studie „Energiemanagement im Einzelhandel 2023“ hervorgeht, ist der Trend beim Stromverbrauch im Handel seit vielen Jahren rückläufig.
Studienautor Benjamin Chini erklärt: „Um den Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung schneller zu realisieren, muss sich die Branche auf den Weg zu einem klimaneutralen Handelsstandort machen. Dafür sind Investitionen in Photovoltaikanlagen, klimafreundliche Mobilitätskonzepte und nachhaltige Quartiersansätze von großer Bedeutung.“
Der Nonfood-Bereich hat im Jahr 2022 306 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche an Strom verbraucht. Den größten Anteil macht dabei die Beleuchtung (58%). Auch die Klimatisierung und Lüftung (29%) und der sonstige Stromverbrauch (13%) machen einen großen Teil aus.
Das EHI merkt an, dass ein Mehrverbrauch in einem vollständig nachhaltigen Energiesystem nicht mehr klimaschädlich sei. Eher solle der Verbrauch in diese Systeme um verlagert werden, um die Treibhausgasemissionen zu verringern. Besonderes Einsparpotenzial werde von den Unternehmen in den Bereichen Logistik, Gebäudetechnik und Gebäudeenergieversorgen gesehen.