Die veröffentlichte Studie von EHI und Destatis zeigt, dass die 250 umsatzstärksten Onlineshops in Österreich insgesamt 2,7 Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwirtschafteten und damit ein Umsatzplus von 9,2% erzielten. Die Marktkonzentration ist dabei noch einmal angestiegen, und damit 51,1% des Gesamtumsatzes des Rankings, gingen auf das Konto der Top 10. Angeführt wird das Ranking von amazon.de (643,0 Mio. Euro), zalando.at (230,0 Mio. Euro) und universal.at (133,6 Mio. Euro).
Die Top-250-Onlinehops der Schweiz schlossen das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von 7,0 Mrd. Schweizer Franken (CHF) (Vorjahr: 6,6 Mrd. CHF) und einem Wachstum von 5,7% ab. Hier konzentriert sich das Wachstum der EHI-Studie zufolge ebenfalls vor allem auf die stärksten zehn Anbieter, die mit 3,2 Mrd. CHF 46,2% vom Gesamtumsatz erwirtschaftet haben. Digitec.ch (690,0 Mio. CHF) führt das Ranking der Top 250 an, aber zalando.ch (685,0 Mio. CHF) ist dem Erstplatzierten dicht auf den Fersen. Auf dem dritten Rang befindet sich amazon.de mit einem Umsatz von 431,6 Mio. CHF.
E-Commerce-Markt in Österreich stark international geprägt
Laut EHI-Studie stammt fast die Hälfte (124 Onlineshops) der 250 umsatzstärksten Shops in Österreich aus dem Ausland. Von den 124 ausländischen Shops haben insgesamt 91 ihren Firmensitz in Deutschland. Anton Salesny, Universitätsassistent am Institut für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität Wien und Kooperationspartner der Studie, kommentiert diese Entwicklung wie folgt: „Im Gegensatz zum E-Commerce-Markt in der Schweiz fließt der Großteil der österreichischen Internetumsätze nach wie vor in den internationalen Online-Handel.“
In der Schweiz liegt der Anteil ausländischer Onlineshops unter den Top 250 aktuell nur bei gut einem Viertel. Von den 64 ausländischen Shops in der Schweiz kommt mehr als die Hälfte (38 Shops) aus Deutschland.
Instagram gewinnt
Instagram gewinnt weiter an Popularität in Österreich und hat 2018 als einzige Social Media-Plattform Nutzer unter den Top-250-Onlineshops gewonnen. Während 2017 noch 70,0% der Top 250 auf Instagram vertreten waren, sind es 2018 schon 77,6%. Alle anderen Plattformen haben Nutzer eingebüßt oder haben sich auf Vorjahresniveau gehalten. Auch Facebook, die aktuell noch meistgenutzte Social Media-Plattform, rutscht von 96,0 Prozent auf 90,8%.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Schweiz. Facebook fällt hier leicht von 94,4% auf 92,8%. Von den Top-250-Onlineshops haben 67,2% ein Instagram-Profil (Vorjahr: 62,0%). Mit 0,8 Prozentpunkten konnte außerdem Pinterest leicht zulegen. Alle anderen Plattformen haben an Popularität unter den umsatzstärksten Shops der Schweiz verloren.