Skulpturen statt Sneakern, Malereien statt Monks, Fotografien statt Flip-Flops. Künstlerinnen und Künstler präsentieren in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schuhhaus unter dem Motto „Ankommen“ Ideen, wie Starnberg attraktiver gestaltet werden könnte. Die Süddeutsche Zeitung hat über das Projekt berichtet.
Schon seit längerem besteht die Künstlergruppe „SK-Starnberg“, initiiert von Naomi und Patricia Lawrence, und entwickelt Ideen und Konzepte für die Stadt am See. Gesucht wurden zuletzt Räumlichkeiten für das Projekt. Als bekannt wurde, dass das Schuhhaus Linse abgerissen werden soll, fragten die Künstler die Eigentümerfamilie, ob eine kreative Zwischennutzung möglich sei – und bekam den Zuschlag.
Zehn Künstlerinnen und Künstler haben nun das Schuhhaus, das in den Sechziger Jahren ein Kino gewesen war, zu einem Ausstellungsraum umfunktioniert. Gezeigt werden dort unter anderem Ansichten von Starnberg – schöne und weniger schöne Motive. Inmitten der kreativen Entwürfe gibt es ein maßstabsgerechtes Modell vom Starnberger See, das mit echtem Wasser gefüllt werden soll. Dort sollen Besucher Zettel mit Ideen in kleine Glasfläschchen stecken und als Flaschenpost im See schwimmen lassen.
Mindestens bis in den Sommer 2024 soll das ehemalige Kino/Schuhhaus als Kulturtempel genutzt werden können.
Im Jahr 1899 war das Schuhhaus Linse als Schuhmacherei gegründet worden und expandierte Schnell in Starnberg. 1969 zog das Unternehmen nach größerem Umbau in das ehemalige Starnberger Kino. Der Standort wurde Hauptgeschäft und Firmenzentrale.