Der Frankfurter Spielwarenhändler Thomas Panke, der mit dem Youtube-Kanal Held der Steine (rund 1,18 Mio. Abonnenten) überregional Prominenz erreicht hat, übt scharfe Kritik an der vierten Galeria-Insolvenz nach 2020, 2022 und 2024. Er kritisiert vor allem, dass das Unternehmen mit Steuergeldern am Leben erhalten werde, obwohl sich das Warenhaus-Konzept als nicht mehr tragfähig herausgestellt habe. „Wir ärgern uns über das wahnsinnige Geld, das wir denen zugeworfen haben und das verpufft ist – Steuergeld selbstverständlich. Die Grütze geht jedes Mal pleite und wir dürfen sie jedes Mal wieder herausholen. Mit vier Insolvenzen zu drei Monaten haben wir der gesamten Belegschaft bereits ein Jahr Gehalt bezahlt“, rechnet er vor. Die Politik begründe die Rettung mit einem scheinbaren Nutzen für die Allgemeinheit, der mit Blick auf die mangelnde Frequenz nicht zu belegen sei. Gerade als Einzelhändler ärgere es ihn, regelmäßig einen Konkurrenten zu subventionieren, „der uns Umsatz klaut. Wir erwirtschaften Profit. Die nicht.“ Der Markt werde zuungunsten der Händler verzerrt, die profitabel arbeiten. Stattdessen sollten seiner Ansicht nach diejenigen unterstützt werden, die durch den Strukturwandel vor Herausforderungen stehen, aber ein funktionierendes Konzept haben.
Des Weiteren hinterfragt er die hohen Mieten, die die Vermieter der Standorte verlangen und die Galeria zu zahlen bereit ist: „Warum ist die Miete für ein Kaufhaus in der Innenstadt so hoch? Jemand glaubt, dass auf diesen Flächen ein Gewinn erwirtschaftet werden kann. Wenn auf den Flächen aber kein Gewinn erzielt werden kann, ist die Bude nichts mehr wert. Meine Miete muss die Möglichkeiten meines Ladens widerspiegeln.“ Die Allgemeinheit würde damit hohe Mieten subventionieren, die nicht marktgerecht seien.