Die Entwicklung im Hausschuhgeschäft läuft seitwärts. Nach dem Corona- und Homeoffice-Boom und dem nachfolgenden Einbruch haben sich nun die Zahlen wieder normalisiert und stabilisiert.
Es kommt darauf an, ob man Tieffußbett-Schuhe bei Hausschuhen einkategorisiert, dann sieht die Welt noch einmal anders aus – denn einerseits verkaufen wir diese Schuhe derzeit als hochgefragte Modeartikel und sehen sie häufig im Stadtbild, als geschlossener Clog mit Tennissocken nicht zuletzt bei unserer Jugend. Aber genau schließen wir nicht aus, dass Menschen sich solch einen Schuh auch als Hausschuh – anstatt einer wärmeren Variante – zulegen.Die Nachfrage nach wirklich klassischen Hausschuhen ist – wie so vieles andere auch – viel näher an den Bedarf gerückt; kalte Abende, kalte Nächte. Erst dann zieht die Nachfrage wirklich merklich an. Das kennen wir leider schon aus anderen Segmenten.
Ich habe Hausschuhe sehr klassisch eingekauft. Zwar ruhig noch farbenfroh, aber Modelle mit Motiven oder lustigen Sprüchen waren die letzten Saisons rückläufig und nicht mehr so gefragt. Unsere stärkste Warengruppe sind hier Filzpantoffeln mit etwas dickerer Sohle, mein wichtigster Lieferant hierfür ist eindeutig Rohde. Jüngere Zielgruppen erreichen wir, wenn wir sie erreichen, über genau die gleichen Modelle und Fabrikate, es sei denn, man rechnet auch hier Tieffußbetten und Lederclogs mit ein. Aber „künstlich auf jung gemachte“ Hausschuhe funktionieren bei uns nicht. Es ist nicht wirklich ein ansprechendes Segment für junge Menschen, da muss man ehrlich sein. Wenn diese sich für Hausschuhe entscheiden, dann aufgrund von Preis, Passform, Farbe und Funktion. Weniger wegen der „Jugendlichkeit“.
Hausschuhe präsentieren wir ungern im untersten Regal à la: Wir haben da auch noch Hausschuhe, sondern lieber in einer gesonderten Sortierung und einer eigenen kleinen Abteilung. Das hat sich bewährt.