„Im Einzelhandel finden täglich 50 Mio. Kundenkontakte statt, davon entfallen 40 Mio. auf den Lebensmitteleinzelhandel. Es geht beim aktuellen Lockdown daher nur um 20% der Kundenkontakte – aber um 50% der Arbeitsplätze im Einzelhandel“, heißt es in einer Mitteilung des Händler-Bündnisses.
Eine Öffnung des übrigen Einzelhandels erst ab einer Inzidenz von unter 35 widerspreche einer sachgerechten Beurteilung der Lage und „berücksichtigt in keiner Weise das inzwischen vorliegende Wissen über die niedrige Infektionsgefahr im Handel, so wie dies das RKI festgestellt hat.“ Wer am Inzidenzwert von 35 festhalte, „will daher noch für mehrere Monate keine Öffnung des Einzelhandels. Und nimmt in Kauf, dass anschließend keiner mehr da ist, der noch öffnen könnte“, so das Bündnis.
Die vorgeschlagenen Click&Meet-Angebote seien keine Öffnungsstrategie. Die Personal- und Betriebskosten für diese Angebote seien für die allermeisten Geschäfte höher als die Umsätze. Und die praktische Umsetzung würde zu unnötigen Aufenthalten und Schlangenbildungen führen, die den Hygienekonzepten zuwiderlaufen.
Der Einzelhandel fordert daher:
* Alle Geschäfte müssen auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte am 8. März wieder öffnen dürfen.
* Das Konzept der vier Öffnungsschritte muss durch ein fundiertes Stufenkonzept ersetzt werden. Insbesondere ist neben der Inzidenz die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten mit zu betrachten, so wie das RKI es seinem Stufenplan vorsieht. Dazu schlägt der Einzelhandel folgende Öffnungsmatrix auf Basis des RKI-Stufenplans vor: