Männliche und weibliche Jugendliche unterscheiden sich laut den aktuellen Zahlen von Destatis allerdings in der Berufswahl. Bei den Neuabschlüssen von weiblichen Jugendlichen lag 2015 der Beruf Kauffrau für Büromanagement mit einem Anteil von 10,3% auf Rang eins. Männliche Jugendliche wählten am häufigsten den Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker (6,2%). Der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel lag bei der Berufswahl bei den männlichen wie auch bei den weiblichen Jugendlichen jeweils auf dem zweiten Platz.
Die schulische Vorbildung beeinflusst die Berufswahl: Bei Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung waren Industriekaufmann/-kauffrau, Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement sowie Bankkaufmann/-kauffrau die drei häufigsten Ausbildungsberufe. Bei Jugendlichen ohne einen Hauptschulabschluss rangierte der Beruf Verkäufer/-in auf Platz eins, gefolgt von Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft. Der Anteil Jugendlicher mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ohne Hauptschulabschluss betrug dabei allerdings nur 2,8% gegenüber einem Anteil von 27,5% mit Hochschulzugangsberechtigung.
Auch hinsichtlich der schulischen Vorbildung der Auszubildenden gibt es Geschlechtsunterschiede. Bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen lag der Anteil der weiblichen Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung mit 33,5% um zehn Prozentpunkte höher als bei den männlichen. Dagegen übertraf der Anteil der männlichen Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss um einen Prozentpunkt den der weiblichen (3,3% zu 2,2%).