Laut den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lagen die Einzelhandelsumsätze im Jahr 2022 unter den Umsätzen des Vorjahres 2021. Real, also preisbereinigt, liegt die Differenz bei -0,6%, nominal bei einem Plus von 7,8%. Zwar war vor allem in der ersten Jahreshälfte noch ein reales Plus von 3,1% verzeichnet worden, in der zweiten Hälfte sank dieser Wert jedoch rapide auf -4,1%. Vor allem die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise für Lebensmittel und Energie seien dafür Ursache und wirkten. Außerdem erwirtschaftete der deutsche Einzelhandel im Jahr 2021 einen neuen Rekordumsatz.
Zu einer besonderen Entwicklung kam es dabei beim Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln. Hier stiegen die Umsätze um +2,0%, womit der höchste Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erreicht wäre. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 liegt das Umsatzplus sogar bei +8,8%.
Besonders ertragreich war dabei der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen sowie Lederwaren. Hier verzeichnete die Einzelhandelsbranche ein Plus von +27,0% und erreichte damit den größten Umsatzzuwachs zum Vorjahr. Hier bleibt man jedoch mit einem -7,6% hinter den Umsätzen von 2019 zurück.