Händlerinnen und Händler, die aktuell neue Strom- oder Gasverträge abschließen wollen, finden laut dem Verband oft keine Anbieter mehr und falls doch, dann nur zu horrenden Preisen. Während die Ausgaben in die Höhe schießen, sinken die Einnahmen weiter. Im Schnitt verschlechterten sich die Gewinne im Handel in der Kalenderwoche 34 dieses Jahres um 23% im Vergleich zur Kalenderwoche 34 des Jahres 2019 und um 21% im Vergleich zur Kalenderwoche 34 des vergangenen Jahres, so der Verband.
„Der Handel befindet sich aktuell im dauerhaften Krisenmodus. Kurzfristig muss es nun darum gehen, dass die massiv gestiegenen Energiekosten nicht zu Arbeitsplatzverlusten und Geschäftsschließungen führt. Hierzu braucht der Handel schnellstmöglich staatliche Unterstützung, analog zum Energiekostendämpfungsprogramm des Bundes. Es muss nun darum gehen, Mittelstand und Handel deutlich zu entlasten. Sollte das dritte Entlastungspaket, das aktuell in Berlin konzipiert wird, nichts für den Mittelstand enthalten, so muss das Land zwingend seinen mittelständischen Handelsunternehmen helfen. Dabei kann es aber nicht nur um Härtefallregelungen oder ähnliche Beschränkungen gehen, wie wir sie in den letzten beiden Jahren erfahren haben. Hier muss die ganze Branche profitieren“, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW).