Wie der Verband mitteilt, sind bereits heute viele Leerstände in den Hauptgeschäftslagen der Städte zu beklagen. Die Attraktivität vieler Einkaufsstandorte erodiere zusehends, was die Kunden noch stärker in die nächst größeren Einkaufsstädte oder zum Shoppen in das Internet treiben wird. Als Folge, so der BDSE, schwächelt nicht nur die Versorgungsleistung dieser Standorte, sondern es sinken auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität für die Einwohner sowie die Werthaltigkeit innerörtlicher Immobilien. Last but not least leidet auch der kommunale Steuersäckel, da bekanntlich maßgebliche Verursacher der heimischen Frequenzschwäche – u.a. große Online-Portale wie Amazon – ihrer Steuerpflicht andernorts nachkommen.
Es ist abzusehen, dass künftig eine wachsende Zahl an Klein- und Mittelzentren von der skizzierten Problematik betroffen sein werden. Vor diesem Hintergrund sind Handel und Kommunen gut beraten, intensiv an einer Verbesserung der urbanen Attraktivität und Aufenthaltsqualität zu arbeiten. Das gemeinsame Interesse liege darin, die Stadt als Marktplatz sowie als Ort der Begegnung und Kommunikation zukunftsfähig zu machen. Das Thema City-Marketing werde damit einen neuen Stellenwert gewinnen. Handel, Dienstleistung, Vermieter und Städte/Gemeinden müssen sich gleichermaßen bemühen, die Standortqualität zu verbessern und in moderne, kundennahe City-Konzepte zu investieren, sagt der BDSE.
Die Initiative hierzu werde vielerorts vom Einzelhandel ausgehen müssen. Der Schuhhandel sollte sich daher in den entsprechenden Gremien stark engagieren, sei es über den regionalen Einzelhandelsverband und/oder die örtliche Stadtmarketing-Organisation. Denn Schuhfachgeschäfte sind aufgrund der Kundenabwanderung in das Internet in besonderem Maße von der stationären Frequenzschwäche betroffen.