So lief das Jahr bei SABU
Wie lief das erste Halbjahr insgesamt für die an den SABU angeschlossenen Schuhhäuser? Der Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt einen guten Start in die F/S Saison, die dann mit einem wetterbedingt dickem Minus im Juni endete. Ein Pari zum Vorjahresmonat im Januar und ein zweistelliges Plus im Februar ließen das Jahr vielversprechend beginnen. „Januar und Februar sind zwar die Monate mit dem niedrigsten Umsatz und das Plus macht dort weniger aus“, ordnet SABU-Geschäftsführer Stephan Krug ein. „Aber ein Plus von 13% im Februar ist natürlich trotzdem nicht schlecht.“ Im Mai verschlechterte sich das Wetter und der Umsatz fiel zum ersten Mal unter den des Vergleichszeitraums; im Juni gab es dann ein Minus von 21%. Zwar ist für die drastische Zahl auch das gute Vorjahresergebnis ein Grund, – 2023 gab es im Juni ein Plus von 15% – doch das genügt nicht, um das Ergebnis des verregneten Juni zu relativieren. Das aufgelaufene Jahresergebnis ist damit ins Minus gerutscht. Mit dem spät nachgeholten Sommer haben sich auch die Umsätze aufgebessert, so Krug weiter: „Mein Eindruck ist, dass der August ordentlich angefangen hat und ein leichtes Plus zu erwarten ist. Was sich durch den spät einsetzenden Sommer gut verkauft hat, waren auch Überbestände der Halbschuhe aus der H/W-Kollektion, wodurch wiederum Platz im Lager für die kommende H/W-Orderrunde geschaffen werden konnte.“ Auch die offene Ware könne jetzt noch abfließen, oft auch noch zu einem guten Preis, stellt er fest: „Viele waren diszipliniert beim Rabattieren. Sie haben die Rabatte klug eingesetzt, anstatt sie über alle Artikel pauschal draufzuschlagen. In den letzten Jahren merkt man, dass die Händler bei dem Thema sensibler geworden sind und mehr auf die Qualität der Umsätze achten.“ Krug geht davon aus, dass offene Ware im Laufe des Sommers noch abverkauft wird und es am Ende zufriedenstellende Auftragsvolumen geben könnte: „Viele Lieferanten machen später in der Orderrunde noch eine Runde mit der offenen Ware, wenn diese dann abverkauft ist. Es macht Sinn, bei der Order flexibel zu sein, und wir raten auch unseren Händlern, sequenziell zu arbeiten.“ Aufgrund der Abverkaufssituation gab es diesen Sommer weniger Nachorder. Dies ist einer der Gründe dafür, dass für das Gesamtjahr ein ZR-Umsatz leicht unter dem des Vorjahres zu erwarten ist. Das wieder zu schlagen, war aber auch nicht zu erwarten gewesen: Letztes Jahr konnte mit 372 Mio. Euro immerhin ein Rekordergebnis erreicht werden. Insgesamt könne man dem bisherigen Jahr die Schulnote 3+ geben, so das Fazit von Krug. Mit Hinblick auf die Schwierigkeiten im Sommer eigentlich ein Ergebnis, das Hoffnung macht.
Im Schuhmarkt gehe die Konsolidierung der kleinen Schuhhändler weiter, so Krug. SABU engagiere sich weiter für den Erhalt der Geschäfte ohne Nachfolger und überprüfe teilweise zwei Jahre vor dem geplanten Ausstieg eines Inhabers, ob die Fortführung unter einem Nachfolger realistisch ist. Bei den als zukunftssicher eingeschätzten Geschäften schaffe man es in drei von vier Fällen, sie auch zu vermitteln. Die neue Wissenswelt der Verbundgruppen sei unter den SABU-Händlern zum Start gut angekommen. Über ein Drittel der Accounts wurden bereits aktiviert. Und es konnte bei einem Großteil in den letzten Wochen Aktivität gemessen werden. Die rund 25 teilnehmenden Marken machen 30% der Zentralregulierung des SABU aus. Man sei bereits mit Lieferanten im Gespräch, die insgesamt weitere 30% des ZR-Volumens repräsentieren.