Mit wachsender Nachfrage wurde aus dem ursprünglichen Modell ein Plattformansatz: Designer und Marken können digitale Schuhentwürfe über Zellerfeld realisieren lassen – ohne eigene Werkzeuge, Formen oder Produktionsstrukturen. Das Unternehmen will nicht der nächste Wettbewerber im Sneakermarkt sein, sondern vielmehr „ein Betriebssystem für Schuhe. Marken und unabhängige Designer können bei uns 3D-Modelle hochladen und ein Auto-Check prüft dann, ob das druckbar, tragbar und bequem sein wird“, erklärt Michael Krause, Chief Platform Officer bei Zellerfeld. Wenn dort alle Kriterien erfüllt werden, können die Modelle auf Zellerfeld.com sowie auf der eigenen Website gelauncht werden – und die On-demand-Produktion beginnt. Dabei können Designer, Marken oder Musiker ihren Verkaufspreis selbst festlegen. Die Gewinne werden im Verhältnis 60:40 zugunsten der Designer geteilt. Seit der Umfirmierung 2020 tritt das Unternehmen stärker als Technologieanbieter auf, der nicht nur Schuhe verkauft, sondern Drucker, Material, Software und Fertigungslogik zusammenführt. In den folgenden Jahren gewann Zellerfeld vor allem über Designerprojekte, prominente Träger und Kooperationen an Sichtbarkeit. Ein Projekt, das Zellerfeld stärker in den Fokus der internationalen Sneakerbranche rückte, war der 2024 gemeinsam mit Nike entwickelte Air Max 1000. Mit dem Air Max 95000 folgte ein Jahr später das zweite Modell. Auch mit Havaianas kooperierte Zellerfeld und präsentierte einen vollständig gedruckten Zehentrenner.