Esprit hat das Jahr 2025 laut Geschäftsbericht mit einem den Aktionären der Gesellschaft zurechenbaren Nettoverlust von 20,54 Mio. Hongkong-Dollar (2,26 Mio. Euro) abgeschlossen. Der Umsatz betrug dabei 20,48 Mio. Dollar (2,25 Mio. Euro), der vollständig dem Lizenzgeschäft zugewiesen wird. 3,7 Mio. Dollar (407.000 Euro) wurden im Heimatmarkt Hongkong umgesetzt. Für Deutschland, 2024 der wichtigste Markt im stationären und Online-Business, wurde kein Umsatz verzeichnet. Dem gegenüber stehen Verluste aus fortgeführten Operationen in Höhe von 42,64 Mio. Dollar (4,69 Mio. Euro). 2024 lag der Verlust noch bei 1,23 Mrd. Hongkong-Dollar (135,3 Mio. Euro).
Das Unternehmen erklärt, mit der Umstellung auf das Lizenzgeschäft die seit Langem bestehende, langfristig nicht tragbare Kostenbasis und die anhaltenden Verluste im Rahmen des bisherigen, kapitalintensiven Einzelhandels- und Vertriebsmodells anzugehen. Im Rahmen des Lizenzmodells behalte die Gruppe das Eigentum und die Kontrolle über markenkritische Funktionen, darunter den Schutz geistigen Eigentums, die Markenidentität und -strategie, die Marketingstrategie sowie das Produktdesign und die Qualitätsüberwachung, während ressourcenintensive Funktionen wie Beschaffung, Merchandising, Vertrieb und Einzelhandelsabwicklung von erfahrenen und sorgfältig ausgewählten externen Lizenzpartnern übernommen werden.
Der Übergang senke die Fixkosten und das Bestandsrisiko, verbessere die Effizienz des Betriebskapitals und konzentriere die Anstrengungen des Managements auf den Markenaufbau sowie die disziplinierte Auswahl und das Management von Partnern. Die Modebranche habe 2024 zu den Lizenzkategorien mit der stärksten Performance gehört und ein Wachstum von 8,1 % verzeichnet, was die Nachfrage der Verbraucher nach dem Modell widerspiegle. Im Laufe des Jahres habe Esprit sein Netzwerk an Lizenzpartnern aktiv ausgebaut und strategische Allianzen in Schlüsselmärkten, insbesondere in der Greater China-Region und Nordamerika, erfolgreich geschlossen.