Das neue Messekonzept der Essenz wurde von den befragten Ausstellern und Besuchern größtenteils sehr gut angenommen. Besonders gelobt wurde die gelungene Präsentation der Schuhkollektionen und die Zusammenstellung relevanter Marken für Herbst/Winter 2013/14, die am ersten Messetag nicht nur regionale Händler, sondern auch Einkäufer aus ganz Deutschland anzogen. Die Essenz nimmt ein ganzes Atrium samt angrenzender Showrooms im ersten Stock des MOC ein und zeigt auf einer Ebene 85 Aussteller aus dem mittelpreisigen bis hochwertigen Bereich.
„Die Messe hat eine sehr gute Ausstrahlung”, lobte Schuhhändlerin Sigrun Woehr die Veranstaltung gegenüber schuhkurier. Angesichts des nunmehr zweiten Messetermins innerhalb weniger Tage in München wurden aber auch kritische Stimmen laut: „Der Handel verlangt eine Messe in München. Es kann nicht sein, dass die hiesige Messepolitik zu Lasten des Einkäufers geht”, so Max Schoenberg von Shoes Fifty-6 in Saarbrücken. Die Essenz wurde von ehemaligen Ausstellern der Moda made in Italy ins Leben gerufen, die erst zehn Tage vorher im MOC stattfand, so dass einige Händler zwei Mal nach München anreisen mussten. „Hier kann ich alle Kunden begrüßen, die ich sonst auch auf der Moda made in Italy empfangen habe”, zeigte sich Ingrid Höing von Pura Lopèz zufrieden.
Der erste Messetag der Essenz verlief für die meisten zufriedenstellend, trotz eher ruhiger Frequenz wurde an vielen Ständen fleißig geordert. „Es ist nicht einfach eine neue Messe in dieser schwierigen Saison zu starten, aber wer momentan nichts wagt, der hat schon verloren. Auf der Essenz ist eine gewisse Wertigkeit gegeben”, betonte Rainer Barth von Gabriele. „Langfristig wird es sich herauskristallisieren, welche Schuhmesse in München bestehen bleibt”, sagte Liz Fedder von Cafè Noir. Christian Ast von Flip Flop wünscht sich für die Zukunft eine andere Tagefolge: „Messezeiten von Sonntag bis Dienstag wären optimal, ansonsten stimmt hier alles.”