Mit den beiden Messeformaten Moda made in Italy und Essenz ging eine spannende Saison zu Ende. Zwar äußerten sich viele Aussteller positiv zu den Messen, sprachen mit Blick auf den Verlauf der letzten Monate aber von einer eher verhaltenen Grundstimmung. Vor allem Händler aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Messen traditionell für ihre Order.
Essenz: „Gute Arbeitsatmosphäre“
Rund 300 Marken zeigten auf der Essenz ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2017/18. Die Messe fand erneut in der Zenithhalle sowie im anliegenden Kohlebunker statt. Zahlreiche Aussteller lobten insbesondere die „gute Arbeitsatmosphäre“ der Essenz: „Die Stimmung ist hier immer sehr angenehm und positiv“, sagte etwa Rainer R. Barth, der mit Gabriele und D’Acquasparta auf der Messe vertreten war. Insbesondere der erste Tag sei „sehr stark“ gewesen, während der dritte und letzte Tag der Essenz etwas ruhiger angelaufen sei. Bei den Händlern vor Ort sei die Messelandschaft an sich ein „Dauerthema“ gewesen, so Barth weiter. „Umso wichtiger ist es daher, dass wir mit der Essenz ein Format haben, das sich klar positioniert.“
In Bezug auf die Mode seien viele Händler auf der Suche nach dem „Salz in der Suppe“ gewesen, so Isabelle Friedrich, die die beiden Marken Barracuda und Fabi auf der Essenz zeigte. „Der Name der Messe passt perfekt, denn hier geht es wirklich um die ’Essenz‘ der Saison.“ Viele Händler hätten bei der Order zu rockigen Styles in Form von Worker Boots mit Nieten gegriffen. Außerdem seien noch Hiking- und Bergsteigerthemen gefragt gewesen. „Allzu schlichte Styles wurden dagegen kaum angefasst“, so Friedrich. „Es ging um dekorierte Styles, bei denen die Accessoires ganz gezielt eingesetzt werden.“
Die nächste Essenz wird voraussichtlich in der zweiten Oktober-Woche stattfinden. Als Location sollen erneut Zenithhalle und Kohlebunker dienen.
Moda: Mehr als 200 Aussteller
Die rund 215 Aussteller der Moda made in Italy waren abermals in Halle 4 sowie den Showrooms in der oberen Etage des MOC zu sehen. „Wir haben hier zwar ganz gut gearbeitet“, sagte Martina Denkstein, die unter anderem Papucei und Lodi auf der Moda made in Italy vertrat. „Grundsätzlich merkt man aber schon, dass die Stimmung im Handel eher verhalten ist. Man kann die Marktsituation einfach nicht wegdiskutieren.“ Die Frequenz auf der Messe wurde von einigen Ausstellern gegenüber schuhkurier außerdem als „ausbaufähig“ bezeichnet.
Modisch seien die Händler auf der Suche nach Alternativen zu Military-Boots gewesen: „Derbere Stiefel mit femininen Details waren gefragt“, sagte Frank Vogel von der Handelsagentur Vogel.