Demnach informieren sich 40 % der Befragten nicht aktiv über Mode und Bekleidung. Bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2022 lag der Anteil bei 29 %. Auch die Zahl der regelmäßig genutzten Einkaufsformen sank im Durchschnitt von 4,3 auf 3,4. Der Rückgang betrifft sowohl stationäre als auch digitale Vertriebskanäle.
Wichtigste Kriterien beim Bekleidungskauf bleiben Passform mit 96 % sowie Komfort und Preis-Leistungs-Verhältnis mit jeweils 95 %. Qualität erreicht 90 %. Nachhaltigkeitsaspekte haben dagegen an Bedeutung verloren: Eine umweltfreundliche Herstellung ist für 60 % wichtig, elf Prozentpunkte weniger als 2022.
Der stationäre Handel bleibt trotz der rückläufigen Werte relevant. Bekleidungsgeschäfte sind mit 29 % weiterhin die meistgenannte Informationsquelle, erreichten 2022 allerdings noch 38 %. Es folgen Gespräche mit Freunden und Bekannten mit 19 %, Händlerwebsites mit 18 % und soziale Netzwerke wie Instagram mit 16 %. Beim Einkauf erreichen der örtliche Fachhandel, große Onlineplattformen und Modeportale jeweils 34 %.
Erstmals wurden außerdem Wiederverkaufsangebote von Marken und Labels separat erfasst. 9 % der Verbraucher nutzen solche Markenportale überwiegend oder häufig. German Fashion sieht darin eine zunehmende Professionalisierung von Secondhand als Bestandteil von Marken- und Vertriebskonzepten.