Die Ergebnisse der Euler Hermes-Studie hat gezeigt, dass sich in Europa ein gemischtes Bild abzeichnet. Mit wenigen Ausnahmen komme die europäische Wirtschaft insgesamt nur langsam in Schwung, hohe Lohn- Energiekosten und Steuern würden hiesigen Firmen ebenso zu schaffen machen wie anhaltender Wettbewerbsdruck, steigender Finanzierungsbedarf und Inflationsrisiken stünden ebenfalls auf der Tagesordnung.
„Das weltweite Wirtschaftswachstum wird sich nicht von heute auf morgen auf den Gewinn von Firmen jeglicher Größe und Branche durchschlagen, insbesondere nicht im weiterhin herausfordernden Umfeld in Europa“, sagte Ludovic Subran, Chefökonom bei Euler Hermes. „Viele Branchen werden sich in 2014 nur sehr langsam erholen oder sogar stagnieren.“
Vor allem die europäische Baubranche ist stark betroffen: In mehr als zehn europäischen Ländern befindet sich das Gewerbe in einer starken Rezession. Insgesamt verlangsamte sich der Rückgang zum Jahresende jedoch zunehmend, was bei den Experten Anlass zur Hoffnung gibt, dass die Talsohle erreicht ist. Deutschland verzeichnete entgegen dem allgemeinen Trend in Europa zuletzt einen deutlichen Zuwachs bei der Genehmigung neuer Bauprojekte.
In Südeuropa (Griechenland, Italien, Portugal, Spanien), aber auch teilweise in den Niederlanden und Irland, macht sich die Eurokrise und die dadurch angestiegene Arbeitslosigkeit bemerkbar, die direkte Auswirkungen auf den Einzelhandel haben. Die einzigen Ausnahmen in diesem insgesamt eher schwachen europäischen Gesamtbild sind Deutschland, seine beiden Nachbarländer Österreich und die Schweiz sowie Skandinavien. In Deutschland erwarten die Euler Hermes Wirtschaftsexperten vor allem bei den Autobauern (+3-4%), der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie sowie in der Luftfahrt, Informations- und Telekommunikationsbranche Zuwächse.