„Leider mussten wir feststellen, dass ein Lieferant Plagiate unserer Leistenformen und Modellerien anbietet, welche gegen von uns eingetragene Designschutzrechte verstoßen“, heißt es in dem Schreiben an den Handel, das schuhkurier vorliegt. Bei den Plagiaten handele es sich eindeutig um sklavische Nachahmungen von Everybody-Schuhen, „welche zum Teil seit mehreren Jahren wichtige Umsatzbringer für unsere Kunden und für unser Unternehmen darstellen“, so das Unternehmen.
Man habe Modelle des Plagiators gefunden, die nur geringfügig verändert worden seien. „Diese Schuhe halten, rechtlich betrachtet, keinen ausreichenden Abstand zu unseren Originalmodellen und verstoßen somit gegen unsere Designrechte“, heißt es weiter in dem Schreiben. Darüber hinaus soll auch der Markenname Everybody in nur minimal abgewandelter Form verwendet worden sein. Wer die Kopien angeboten hat, dazu will sich Dirk Kanzok, CEO Marketing/Sales, gegenüber schuhkurier nicht äußern.
Everybody-Schuhe besäßen prägende Gestaltungselemente und verfügten über wettbewerbsrechtliche Eigenarten, erläutert das Unternehmen weiter in dem Schreiben an den Handel. „Dieser Sachverhalt ermöglicht es uns, gegen diesen Plagiator vorzugehen und im Zweifelsfall diese Plagiate mit rechtlichen Mitteln aus den Verkaufsstellen entfernen zu lassen.“ Man werde mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gegen die Kopien vorgehen. Eine Klage sei bereits eingereicht.
„Es ist eine Unsitte in unserer Branche, dass immer wieder geistiges Eigentum kopiert wird“, sagt Dirk Kanzok im Gespräch mit schuhkurier. „Das ist kein Kavaliersdelikt.“