Zu jedem Trend gibt es bekanntlich einen Gegentrend. Angesichts der Allgegenwertigkeit des Internets und der ständigen Verfügbarkeit aller Produkte und Dienstleistungen prognostizierte der norwegische Trendforscher Stole Ökland im Einführungsvortrag daher: „Offline wird der neue Luxus.“
Der stationäre Handel müsse „im Team mit den Kunden zusammenarbeiten.“ Der Kunde informiere sich mehr denn je vorab im Netz und fälle dann auch seine Entscheidung für ein Produkt. „90 Prozent ändern im stationären Laden nicht mehr ihre Meinung.“
Empathie und Erlebnis sind die Erfolgskriterien des stationären Handels. Ein Beispiel dafür sind die „Bass pro Shops“ in den USA, die sich nicht nur als Laden, sondern als Erlebnis-Center verstehen. In diesen „Retail-Thetaern“ halten sich die Kunden durchschnittlich sieben Stunden lang auf, so Ökland weiter. Wichtig sei, die Kunden zu beteiligen, wie im Jamie Oliver-Restaurant etwa. „Sie kochen alles selbst – und bezahlen dann auch noch richtig viel Geld dafür.“ Öklands Fazit: „Dem Kunden ist es egal, wo er einkauft. Nur das Kauferlebnis zählt.“
Das neue Kongressformat Exploring Retail’15 fasst den ehemaligen Jahreskongress Stores, den Shopper Marketing Kongress und den Deutschen Handelswerbe-Kongress unter einem Dach zusammen.