Die 105. Ausgabe der Expo Riva Schuh und Gardabags (13. bis 16. Juni 2026) stand laut den Veranstaltern im Zeichen von Internationalisierung, Innovationskraft und Angebotsvielfalt. Über 1.000 Marken aus 44 Ländern präsentierten ihre Kollektionen für die Saison Frühjahr/Sommer 2027.
Mit rund 8.000 Besuchern – knapp 70 % davon aus dem Ausland – bewegten sich die Frequenzen auf Vorjahresniveau. Auch im Januar 2016 und im Juni 2025 waren laut den Organisatoren etwa 8.000 Besucherinnen und Besucher an den Gardasee gekommen. Gleichzeitig sieht die Veranstaltung ihre Rolle als globaler Branchentreffpunkt für Schuhe und Taschen bestätigt.
Steigende Besucherzahlen melden die Verantwortlichen aus Polen, Indien und Lateinamerika, ebenso eine stärkere Beteiligung aus Griechenland und Israel. Insgesamt nahmen 235 Hosted Buyer und Journalisten aus 51 Ländern teil, darunter 26 Nationen erstmals im Rahmen des Förderprogramms.
Im Fokus vieler Gespräche standen neue internationale Handelsabkommen, etwa mit Mercosur, Indien und Australien. Diese könnten laut Messe künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile entlang globaler Lieferketten schaffen. Giovanna Voltolini, Group Exhibition Manager, beschreibt die Rolle der Veranstaltung so: „Expo Riva Schuh und Gardabags sind wie eine interaktive Karte, die es uns ermöglicht, die immer schnelleren Veränderungen im globalen Handel in Echtzeit zu verfolgen, Partnerschaften strategisch neu auszurichten und neue Gleichgewichte innerhalb der Lieferketten zu finden.“
Auf Produktebene zeigte sich am Gardasee die Vielfalt der Branche: von klassischen Casual-Styles bis hin zu Innovationen wie 3D-Druck, High-Frequency-Technologien und neuen Fertigungsprozessen. Neu waren KI-Runway-Shows. Diese sollten es Einkäufern, Produkte zunächst digital an virtuellen Modellen zu sehen, bevor sie physisch an den Ständen begutachtet werden. Ergänzt wurde der Innovationsfokus durch das „Innovation Village Retail“ sowie einen Start-up-Wettbewerb, den Shoefitr.io gewann – eine Lösung zur digitalen Größenbestimmung im Online-Handel.
Mit insgesamt 22 Events – von Trendanalysen bis Networking-Formaten – setzte die Messe verstärkt auf Wissenstransfer und Austausch.