Die Veränderungen der vergangenen sechs Monate waren gravierend. Eine Ausnahme? Oder künftig die Regel? „Ich gehe davon aus, dass es auch weiterhin zu einer Konzentration in unserer Branche kommen wird“, erklärte Dr. Matthias Händle in Riva. Andere Branchen, etwa Lebensmittel oder Elektronik, seien auf diesem Weg schon weiter. „Ähnlich wird auch die Entwicklung in der Schuhbranche sein“, so der geschäftsführende Gesellschafter der Hamm Reno Group.
Prozesse hinterfragen
„Wir müssen uns kritisch hinterfragen, ob das, was wir tun, noch angemessen ist“, sagte Patrick Schweizer vom Schuhhandelsunternehmen Schweizer. Dazu gehören neben der Zusammenstellung des Sortimentes nach Ansicht des Experten auch Themen wie Order- und Lieferrhythmen. „Im Zeitraum Januar bis April platzt unser Lager aus allen Nähten, einen gleichmäßigere Verteilung auf die Saison wäre zweifellos wünschenswert“, so Schweizer. Allerdings hat Ralf Grossmann von Dockers eher eine gegenläufige Tendenz festgestellt: „Alle Händler wählen immer den ersten Liefertermin. Das passt nicht zusammen.“
Ladenöffnungszeiten liberalisieren
Ein weiteres zentrales Thema für Dr. Händle ist die „Waffengleichheit“ von online und offline. „Wir müssen als Handel in einer gemeinsamen Initiative für gleiche Voraussetzungen kämpfen. Dazu gehören Aspekte wie die Gewerbesteuer oder die Ladenöffnungszeiten. Warum darf der stationäre Handel am Sonntag nicht die Geschäfte öffnen?“ Eine nachvollziehbare Forderung, so Christoph Gessner von Supremo, zumal einige Formate wie etwa Outlet-Center belegen, dass der Sonntag ein wichtiger Verkaufstag ist. „Ein Blick nach Roermond oder Zweibrücken genügt“, so Gessner.
Einen ausführlichen Bericht über die Diskussion in Riva lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 24/2016.