„Heute möchten wir mit Ihnen allen einen Gedanken zu Ehren von Friedrich Karl Eichholz, dem Gründer der Expo Riva Schuh & Gardabags, teilen, der kürzlich verstorben ist“, schreibt die Expo Riva Schuh im sozialen Netzwerk LinkedIn. Roberto Pellegrini, Präsident der Messegesellschaft Riva del Garda Fierecongressi, erinnert sich an die wegweisende Initiative von Friedrich Karl Eichholz: „Vor fünfzig Jahren brachte Friedrich Karl Eichholz den Keim einer kühnen Idee nach Riva del Garda und verwandelte diesen Keim mit seiner Vision und seinem Engagement in etwas Außergewöhnliches. Ein Mann, dessen Vision die Geschichte von Riva del Garda unauslöschlich geprägt hat, der wichtigsten Messe für Schuhe, Lederwaren und Accessoires, die noch heute lebt und wächst.“ Man werde seine Menschlichkeit, seine Freundlichkeit und seine enorme Großzügigkeit im Herzen bewahren.
Tatsächlich ist die Messe am Gardasee untrennbar mit Friedrich Karl Eichholz verbunden. Er war es, der Ende der 1960er-Jahre gemeinsam mit anderen italienischen und deutschen Großhändlern und Vertretern die Orderveranstaltung ins Leben rief – zunächst in Hotels. Die Zahl der Teilnehmer und Besucher nahm mit jedem Event zu. Die Veranstaltung zog aus Platzgründen im Jahr 1974 ins Kongressgebäude in Riva del Garda, wurde erstmals als Messe organisiert und erhielt einige Jahre später ihren Namen: Expo Riva Schuh. Weiterem Wachstum der Messe geschuldet, wurde das Messegelände gebaut, in dem sie heute noch stattfindet.
Im Januar 2024 feierte die Expo Riva Schuh ihre 100. Ausgabe mit zahlreichen Gästen aus der internationalen Schuhbranche. Mit einem Video-Grußwort war auch Messeinitiator Friedrich Karl Eichholz dabei. Er sagte: „Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen allen zu diesem besonderen Jubiläum von ganzem Herzen zu gratulieren. Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass noch viele, viele Messen folgen werden.“
In einer Beileidsbekundung meldet sich Cristina Santi, Bürgermeisterin von Riva del Garda, zu Wort: „Für Riva del Garda ist es ein enormer Verlust, nicht nur für die Messe, zu deren Vätern er gehörte, sondern auch im übertragenen Sinne, denn er liebte Riva del Garda und war bei so vielen Einwohnern von Riva del Garda bekannt und geschätzt. Ich bedaure, dass er uns genau im Jahr der 100. Ausgabe der Expo Schuh verlassen hat, ein historisches Datum und ein großes Fest. Ich erinnere mich an seine Videobotschaft in der Januar-Ausgabe, an seine Leidenschaft und seinen Elan, die mich einmal mehr beeindruckt haben. Für die Messe, die er mit ins Leben gerufen hat und die dank ihm nun eine weltweite Dimension hat, fehlt ein wirklich zentraler Bezugspunkt. Ich glaube, dass uns dieses Fehlen nach den vielen Schwierigkeiten der Pandemie und der Erweiterung des Messegeländes anspornen sollte, noch mehr zu tun, um den Namen und das Ansehen einer Idee und des Werks eines Vorreiters hochzuhalten und die Erinnerung an ihn wachzuhalten, um uns mit seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten zu inspirieren.“