Der hessische Einzelhandel erzielt im Vorweihnachtsgeschäft und im Weihnachtsgeschäft einen „überproportional großen Anteil seines Gesamtjahresumsatzes – je nach Branche bis zu 30%“. Im Jahr 2014 entfielen nach Angaben des Handelsverbandes Hessen auf diesen Zeitraum 7,6 Mrd. Euro bei einem Gesamtumsatz von 40,5 Mrd. Euro.
Angesichts des Zeitunterschiedes von zwei Stunden sei zu erwarten, dass zumindest ein Großteil der Spiele zu den Haupteinkaufszeiten der Kunden, sicher aber zu den Öffnungszeiten des Einzelhandels stattfinden werde. Daher sei zu erwarten, dass durch die geplante zeitliche Ansetzung der Spiele der Zeitraum für die Weihnachtseinkäufe deutlich reduziert werde.
Zudem werde der Einzelhandel auf zu erwartende Umsatzausfälle und niedrigere Kundenfrequenzen durch flexiblere Arbeitszeiteinteilungen reagieren müssen. „Letztlich werde die Fußball-WM zur Weihnachtszeit nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Weihnachtsmärkte belasten“, sagt Michael Kullmann, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Hessen. Einzig der Internethandel würde profitieren, da die Kunden vor und nach den Spielen ihre Einkäufe von zu Hause tätigen.