Zudem wurden die Lieferanten von Gabor aufgefordert, aktuelle Nachweise über deren Unter-Auftragnehmer zu erbringen und dort umgehend Kontrollen durchzuführen. Diese Prüfmaßnahmen wurden durch Gabor-Mitarbeiter vor Ort überwacht. „Faire Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz sind Gabor außerordentlich wichtig, Kinderarbeit tolerieren wir keinesfalls“, teilte Gabor mit.
Am 07. April 2016 wurde im ARD Mittagsmagazin erneut ein TV-Beitrag über Produktionsbedingungen von Leder und Schuhen gezeigt. In diesem Zusammenhang wurden Gabor und andere Schuhhersteller genannt. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine Wiederholung einer Sendung aus dem November 2015. „Schon damals haben wir klargestellt, dass die Bilder aus Gerbereien, in denen unzulässige und unzumutbare Arbeits- und Umweltbedingungen gezeigt wurden, nicht von unseren Auftragnehmern stammen“, heißt es aus Rosenheim. „Wir möchten nochmals betonen, wie wichtig uns eine faire Produktion ist. Basis der Zusammenarbeit mit unseren Zulieferbetrieben ist seit mehr als zehn Jahren unser ’Code of Conduct‘, der konkrete und faire Regeln verpflichtend vorgibt und sich an den anerkannten Standards der ILO (International Labor Organisation) orientiert. Dazu gehören z.B. Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsthemen, angemessene Entlohnung und berufliche Förderung sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Gabor-Mitarbeiter sind in Indien täglich vor Ort, überprüfen die Einhaltung dieser Regeln und können so umgehend ggf. notwendige Maßnahmen zur Beseitigung von Missständen einleiten.“
Überwiegend fertigt Gabor in den eigenen Produktionsstätten in der Slowakei und in Portugal. Darüber hinaus kauft das Unternehmen bei langjährigen Lieferanten in Asien zu. Aus Indien werden keine fertigen Schuhe, sondern Schäfte bezogen.