In den vergangenen zwei Jahren hat der Warenhauskonzern Galeria Kaufhof diverse Veränderungsprozesse in Gang gesetzt: Das Filialnetzt der HBC-Tochter wurde modernisiert, neue Konzepte und Marken eingeführt und den Kölner-Hauptsitz zum zentralen Hub für das Europageschäfts ausgebaut, berichtet Dr. Wolfgang Link, CEO von Galeria Kaufhof und HBC Europe. Dennoch habe sich die Krise bei Galeria Kaufhof aufgrund anhaltend negativer Entwicklungen im stationären Einzelhandel, verbunden mit der starken Wettbewerbsverzerrung durch ungleiche Personalkosten, weiter zu gespitzt.
Galeria Kaufhof will sich jetzt für die Zukunft rüsten und sich von einem traditionellen Warenhaus in einen modernen Omni-Channel-Retailer verwandeln, heißt es seitens Galeria Kaufhof. Vor diesem Hintergrund hat der Kölner Warenhauskonzern den Dialog mit der Gewerkschaft Verdi aufgenommen.
„Wir haben einen langfristigen Plan für den zukünftigen Erfolg von Galeria Kaufhof und arbeiten aktiv daran, diesen Schritt für Schritt umsetzen. Wir sind überzeugt, dass der sich schnell verändernde Einzelhandel auch Chancen bietet. Dafür muss sich Galeria Kaufhof an die neuen Kundenwünsche und Marktentwicklungen anpassen“, so Dr. Link. Neben einem strikten Kostenmanagement und den jetzt eingeleiteten Maßnahmen will das Handelsunternehmen weiterhin gezielt in seine Filialen investieren und das Online-Geschäft ausbauen.
„Wir sind uns bewusst, dass ein neuer Tarifvertrag für unsere Mitarbeiter Einschnitte bedeutet. Dieser Schritt ist jedoch unvermeidlich, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und damit Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Wir wollen in Zukunft gemeinsam erfolgreich sein und uns als einer der größten Arbeitgeber im deutschen Einzelhandel unsere Branche weiterentwickeln“, so Peter Herlitzius, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von Galeria Kaufhof.