Galeria sei ein „agiles, inhabergeführtes Unternehmen“ und „profitabel ins neue Geschäftsjahr gestartet“, sagt Beetz im Interview mit dem Handelsblatt. Der Unternehmer hatte Galeria im Sommer 2024 gemeinsam mit dem Investor Richard Baker aus dritten Insolvenz heraus übernommen. Heute gehören 83 Standorte zu dem Unternehmen, das inzwischen unter Galeria firmiert.
Für das aktuelle Geschäftsjahr peilt Beetz laut Handelsblatt einen Umsatz in Höhe von 2,5 Mrd. Euro an (Vorjahr: rund 2 Mrd.). Alle Filialen schreiben demnach schwarze Zahlen. Zwar sei das Unternehmen mit operativ 100 Mio. Euro Verlust aus dem vergangenen Geschäftsjahr gegangen, jedoch sei es, so Beetz im Handelsblatt, „profitabel ins neue Geschäftsjahr gestartet“.
Für die einzelnen Standorte gibt es laut Beetz fest definierte Umbaupläne für die kommenden fünf Jahre, um das Filialportfolio umfassend zu modernisieren. Auch zu den Sortimenten äußert sich der neue Eigner: „Mode und Unterwäsche laufen sehr gut, schwieriger ist es bei Sportartikeln und im Beauty-Bereich. Ausbauen wollen wir das Sortiment bei Schuhen und Accessoires, da sehe ich noch viel Potenzial.“ Das Problem von Galeria sei nicht, Kunden ins Haus zu locken: „Was wir noch nicht schaffen, ist, jeden Besucher dann auch zu einem zahlenden Kunden zu machen“, so Beetz.
An einigen Standorten entwickele sich die Zusammenarbeit mit den Städten gut – etwa in Berlin, Mannheim, Freiburg, Kassel, Rostock und Wismar.
Auch das Online-Business sei „auf einem guten Weg“, so der Galeria-Investor. Ziel sei es nun, das Angebot noch besser an die Bedarfe anzupassen, „neue Marken in die Geschäfte zu holen und die Marke Galeria sichtbarer“ zu machen. Galeria liege in vielen Bereichen über Marktniveau; „das wollen wir halten, aber auch profitabel weiterwachsen“, so Beetz.