Der Anteil der internationalen Besucher lag laut Deutelmoser bei knapp unter 50%, wobei exakte Auswertungen noch folgen sollen. 900 Brands stellten in Düsseldorf ihre Kollektionen aus.
Die Stimmung unter den Einkäufern in Düsseldorf wird als durchweg positiv bewertet. 80% haben laut einer Umfrage der Messe-Organisatoren die GDS zu Informationszwecken besucht. Eine Lust auf Neues sei spürbar gewesen. Entsprechend gut seien Frequenz und Zuspruch an den Ständen modisch orientierter Marken gewesen. Gleichwohl tun sich laut Deutelmoser neue Aussteller eher schwer. “Altbewährte Marken haben es offensichtlich leichter, das Interesse von Händlern und Einkäufern zu wecken.” Immerhin zwei Drittel der Händler und Einkäufer haben laut GDS-Umfrage die Messe auch mit dem Vorhaben zu Ordern besucht. Wiederum 40% der Besucher gaben an, auch an Sofortware interessiert zu sein. “Das typische Saisondenken löst sich offenbar auf. Die Händler sind immer auf der Suche nach neuen Themen”, so Deutelmoser.
Laut BDSE-Geschäftsführer Prof. Dr. Siegfried Jacobs zeigte sich der Handel zufrieden nicht nur mit der Möglichkeit der modischen Information auf der Messe, sondern auch mit der Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert erteilte der Denke, den Erfolg einer Messe allein an der Zahl ihrer Besucher festzumachen, eine Absage. Es komme vielmehr darauf an, die Qualität der Besucher und der geführten Gespräche zu bewerten. Insbesondere die Markenlieferanten waren laut Junkert zufrieden mit den drei Messetagen. “Bekannte Namen werden gesucht, Neulinge tun sich eher schwer”, bestätigte Junkert die Einschätzung Deutelmosers.
Künftig soll das klassische Messegeschäft noch stärker in den Mittelpunkt rücken, so Deutelmoser. Ausbauen will man den Informationsgehalt der Veranstaltung, der die Bedeutung der Messe zum Auftakt der Orderrunde fördere. Dafür soll Themen aus dem Textilbereich mehr Raum gegeben werden, um Trends in ihrer Gesamtheit darzustellen.