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Samstag, 23. April, Schadowstraße, Düsseldorf. Die Einkaufsstraße, die neben Warenhäusern von Kaufhof und Karstadt auch zahlreiche internationale Filialisten und Schuhhändler sowie neuerdings auch den irischen Discounter Primark beherbergt, ist erschreckend schwach frequentiert. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum Einen wurde die Düsseldorfer Innenstadt – und speziell die Schadowstraße – seit Monaten durch umfassende Umbaumaßnahmen mehr oder weniger lahmgelegt. Dass hier nahe dem eleganten neuen Kö-Bogen und der Königsallee neues ’Leben‘ entstehen soll, kann man inzwischen erahnen. Aber bis aus der in Aufräumarbeiten befindlichen Baustelle wirklich eine attraktive Einkaufsmeile geworden ist, wird es noch dauern. Die ansässigen Händler sind rechtschaffen gebeutelt. Und müssen sich weiter gedulden. Sicher aber wäre die problematische Baustellensituation auszuhalten und für die Konsumenten auch kaum ein Hindernis, wenn nicht der 23. April ein weiterer Tag wäre, an dem das Wetter so ziemlich allen Planungen einen Strich durch die Rechnung machte. Temperaturen näher am Gefrierpunkt als an den sonst für die Jahreszeit üblichen 20 Grad. Eisiger Wind, heftige Regen- und Graupelschauer. Da wird selbst dem hartgesottendsten Verbraucher die Lust auf den Stadtbummel vergällt. Wieder ein Wochenende, das alle Hoffnungen des Handels zunichte macht. Und wieder ein Monat, der mit dem Vermerk ’Katastrophe‘ in die Chronik eingeht. Viel hatte man sich versprochen vom April 2016, der eigentlich verheißungsvoll gestartet war und der im Vergleich zum Vorjahr auch noch zwei Feiertage weniger und damit zwei Verkaufstage mehr zu bieten hatte. Geworden ist daraus leider: nichts.
Erste Rabattaktionen
Wenn selbst die modemutigsten Düsseldorferinnen nur in lammfellgefütterten Boots, dicken Wintermänteln und mit Mütze vor die Tür gehen, muss man sich über die Abverkaufszahlen der neuen Schuhmode – leider – keine Gedanken machen. Erschwerend hinzu kommt, dass wohl befürchtet werden muss: Hier geht nicht einfach nur (wieder) eine Saison in die Grütze. Hier vollzieht sich eine Veränderung, die tiefgreifend und nachhaltig ist. Sicher, auch früher hat es schon schlechte Frühjahrssaisons gegeben. Händler trösteten sich dann mit der Erkenntnis, dass die Saison erst am 30. Juni ende. Nur: Dass die Kauflust noch Fahrt aufnimmt und das Minus in den kommenden Wochen kassiert wird – darauf kann man sich heute jedoch nicht mehr verlassen. Keine guten Aussichten also. Und so kommt es wieder zu den üblichen Maßnahmen. Zurück zur Schadowstraße: Hier haben die ersten (Schuh-)Händler schon ihre 20%-Aktionen gestartet. Dass dies den Rohertrag empfindlich mindert, wie der BDSE in seiner aktuellen Mitteilung unterstreicht, interessiert dabei offensichtlich nicht. Und die fatale Wirkung, die derlei Aktionen auf den Verbraucher haben, scheint auch nicht von Belang. Schade.