Laut einer Untersuchung des IFH Köln für den Trend Check Handel dürfte die Ausgabebereitschaft bei Konsumentinnen und Konsumenten sinken und Preisvergleiche sowie gezielte Käufe die Händleraktionstage und das Weihnachtsgeschäft dominieren.
Insgesamt planen Verbraucherinnen und Verbraucher, weniger auszugeben als im Vorjahr (30%), und rund ein Drittel (33%) will auf teurere Marken verzichten. Wenn gekauft wird, dann vor allem Produkte, die sonst aktuell zu teuer sind (63%) oder ohnehin in der Anschaffung geplant waren (58%). Auch in der Weihnachtszeit planen viele, Ausgaben in bestimmten Bereichen zu reduzieren.
Die Mehrheit der Kundinnen und Kunden tätigt laut IFH Köln Käufe rund um Black Friday und Cyber Monday weiterhin online – und allein 91% (2022: 78%) tun dies bei Amazon. Während am Black Friday Anschaffungen aus dem Bereich Freizeit und Hobby (43%) im Fokus stehen, wird der Cyber Monday größtenteils für Elektronik-Käufe genutzt, insbesondere von der jüngeren Generation (67%).
Spontankäufe dürften an den Aktionstagen abnehmen (26%), was sich auch schon in den zurückliegenden Jahren zeigte. Stattdessen wird geplant gekauft und Konsumentinnen und Konsumenten informieren sich stärker, bevor gekauft wird (44%). 61% der Kundinnen und Kunden schauen sich laut IFH Köln schon vor den Aktionstagen die Preise an, um sie besser einordnen zu können.
Die Preissteigerungen wirken sich für mehr als die Hälfte der Konsumentinnen und Konsumenten (56%) auch auf ihr Einkaufsverhalten in der Weihnachtszeit aus. Geschenke fallen kleiner aus (42%) oder der Kreis der Kundinnen und Kunden beim Essen (24%) machen. Anlaufstelle für die Weihnachtseinkäufe sind nahezu gleichermaßen stationäre Geschäfte (49%) und das Internet (51%). Im Vergleich zum Vorjahr (53%) zieht es Konsumenten laut IFH Köln rund um Weihnachten allerdings etwas seltener in den stationären Handel.