„Die Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft derzeit klar im Aufschwung. Dies belegt der fünfte Anstieg in Folge der Konjunkturerwartung. In deren Schlepptau klettern die Einkommensaussichten auf ein 13-Jahres-Hoch. Und auch die Anschaffungsneigung legt noch einmal zu und übertrifft ihr Sieben-Jahres-Hoch aus dem Vormonat. Der deutliche Anstieg des Konsumklimas wird auch durch ein neuerliches Abrutschen der Sparneigung gestützt“, heißt es in der GfK-Auswertung.
Steigender Konjunkturoptimismus
Die Signale für die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft stehen aus Sicht der Konsumenten auf grün. Nach Einschätzung der Experten sollen in diesem Jahr neben einem robusten privaten Verbrauch auch die Investitionen der Unternehmen einen signifikanten Beitrag zur Konjunkturentwicklung leisten. Im Schlepptau der überaus optimistischen Konjunkturaussichten legt auch die Einkommenserwartung der Verbraucher zu. Nach einem Plus von 6,7 Punkten klettert der Indikator auf 46,2 Zähler. Man muss in der Historie des Einkommensindikators genau 13 Jahre zurückgehen, um einen besseren Wert zu finden. Im Januar 2001 wurde mit 49,4 Punkten zuletzt ein höherer Wert gemessen. Der steigende Konjunkturoptimismus schlägt sich auch in den Einkommensaussichten klar nieder.
Eine robuste gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einer stabilen Beschäftigungssituation bietet Raum für Einkommenssteigerungen bei den Arbeitnehmern. Vor dem Hintergrund einer überaus moderaten Inflation stärkt dies die Kaufkraft der Konsumenten nachhaltig. Folglich ist der große Einkommensoptimismus laut GfK durchaus angebracht und nachvollziehbar. Steigende Konjunktur- und Einkommenserwartungen hinterlassen auch bei der Anschaffungsneigung im Januar ihre Spuren. Der Indikator kann sein Sieben-Jahres-Hoch aus dem Vormonat noch einmal um 3,9 Punkte über- treffen und kommt nun genau auf 50 Punkte. Unmittelbar vor der Mehrwertsteuererhöhung im Januar 2007 wurde zuletzt ein besserer Wert für die Konsumneigung gemessen.