Die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland haben auch gezeigt, dass sich die Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung offenbar verbessern, während die Konjunkturerwartung geringe Einbußen hinnehmen muss.
Konjunkturaussichten mit leichten Verlusten
Nach dem spürbaren Rückgang im Vormonat verzeichne der Konjunkturindikator im August nur noch geringe Einbußen, heißt es von Seiten der Marktforscher aus Nürnberg. Nach einem Minus von 0,8 Zählern ist der Indikator auf 8,6 Punkte gesunken. Er bleibt damit im positiven Bereich, das heißt über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres steht ein Minus in Höhe von 8 Punkten zu Buche.
Einkommenserwartung: spürbares Plus
Das Auf und Ab bei der Einkommenserwartung hat sich auch im August fortgesetzt – allerdings auf sehr hohem Niveau. Nach den deutlichen Verlusten im Juli legte der Indikator aktuell wieder spürbar zu. Mit einem Plus von 8,6 Zählern werden die Einbußen des Vormonats (-9,9 Punkte) wieder fast kompensiert. Mit 58,3 Punkten liegt er wieder deutlich über der 50-Punkte-Marke und knapp fünf Zähler über dem entsprechenden Vorjahreswert.
Konsumlust steigt weiter
Nach dem Zuwachs im Vormonat gewinnt der Indikator Anschaffungsneigung im August 1,9 Punkte hinzu und klettert damit auf 57,3 Zähler. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt ist ein Plus von gut 5 Punkten zu verzeichnen.
Die Kauflust der deutschen Konsumenten bleibt nach Angaben der GfK ungebrochen – Brexit-Entscheidung und Terrorgefahr zum Trotz. Die Verbraucher orientieren sich offenbar in erster Linie an den derzeit herrschenden harten Fakten bezüglich Arbeitsmarkt, Einkommen und Inflation, deren Signale für den Konsum klar auf ’grün‘ stünden. Vor allem die sehr gute Verfassung des Arbeitsmarktes sorge dafür, dass die Beschäftigten weiter kaum Angst haben, ihren Job zu verlieren. Dies ziehe eine solide Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere Anschaffungen nach sich.