„Überaus ruhig verläuft die erste Stimmungsbefragung nach den Bundestagswahlen. Der geringe Anstieg der Konjunkturerwartung deutet darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten – wenn auch nur sehr langsam – erholen kann. Die Anschaffungsneigung bestätigt ihren Höchststand aus dem Vormonat fast und verliert nur minimal. Auch die Einkommensaussichten bleiben trotz kleiner Verluste im Oktober weiterhin überaus optimistisch“, schreiben die Experten.
Die Konsumenten gehen laut GfK derzeit davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft weiter stabilisieren und ihren Aufwärtstrend in den kommenden Monaten sogar beschleunigen wird. Auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrer aktuellen Herbstprognose davon aus, dass sich das Wachstum nach einem eher schwachen Jahr 2013 mit +0,4% in 2014 auf +1,8% erhöhen wird. Dafür ist es jedoch notwendig, dass die Unternehmen in Deutschland ihre bisher schwächelnde Investitionstätigkeit im weiteren Verlauf spürbar steigern. Die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen sowie die Tatsache, dass auch der Euroraum langsam aus der Rezession findet und sich die Weltkonjunktur weiter belebt, scheinen diese Einschätzungen zu rechtfertigen.
Bereits zum dritten Mal in Folge muss die Einkommenserwartung der deutschen Verbraucher Einbußen hinnehmen. Mit einem Minus von einem Punkt ist der Rückgang jedoch vergleichsweise bescheiden. Dennoch weist die Einkommensstimmung mit 32,7 Zählern immer noch ein ausgesprochen hohes Niveau auf. „Dies ist ein klares Signal dafür, dass die Bundesbürger auch weiter auf eine gute Einkommensentwicklung bauen. Eine weiter steigende Beschäftigung sowie die sich abzeichnende Konjunkturbelebung bieten gute Voraussetzungen dafür, dass auch künftig die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer stärker zulegen werden als die zu erwartende Inflationsrate von knapp 2%“, teilt die GfK mit.
Die Anschaffungsneigung kann im Oktober ihren Spitzenwert aus dem Vormonat im Großen und Ganzen bestätigen. Der Indikator büßt nur 0,6 Punkte ein und liegt nun bei 44,4 Zählern. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht ein Plus von 10,5 Punkten zu Buche. Die Konsumlaune der deutschen Verbraucher bleibt weiterhin ungebrochen. Anhaltend stabile Beschäftigungsaussichten verbunden mit realen Einkommenszuwächsen sorgen dafür, dass die Konsumenten den Moment derzeit als günstig einschätzen, größere Anschaffungen zu tätigen.