Das IMK sagt für die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,0% voraus. 2025 soll die Wirtschaftsleistung um 0,7% steigen. Diese Prognosen liegen für 2024 um 0,1% und für 2025 um 0,2% niedriger als die vorherigen. Die schleppende Wirtschaftsentwicklung drücke dabei auch auf die Arbeitsmarktentwicklung. Zwar soll die Zahl der Erwerbstätigen 2024 um 0,4% und 2025 um 0,1% zunehmen, doch die Arbeitslosenquote soll ebenso von 5,7% auf 6,0% (2024) und 6,1% (2025) steigen. Die Inflationsrate werde sich mit 2,3% wieder dem Inflationsziel der IZB nähern, welches bei 2,0% liegt und es im Jahr 2025 auch erreichen.
Die wirtschaftliche Situation sei Symptom sich verändernder weltwirtschaftlicher Gegebenheiten, analysieren die Forscherinnen und Forscher und erklären einen entscheidenden Unterschied zu vorherigen Wirtschaftskrisen: „In der Vergangenheit hat sich die deutsche Wirtschaft meist über den Export aus der Wirtschaftsflaute gezogen.“ Dafür gebe es aktuell aufgrund einer moderaten Wirtschaftsdynamik und der Politik der Vereinigten Staaten und von China, die eigene Produktion zu stärken, jedoch schlechte Rahmenbedingungen. Das IMK beziffert die notwendigen zusätzlichen Investitionen auf 600 Mrd. Euro und kritisiert, dass in der Wirtschaftsinitiative wenig konkretes zum Anschub von Investitionen stehe. Lediglich die degressiven Abschreibungen seien ein geplantes Instrument, so die Forscherinnen und Forscher: „Diese mag die Investitionsbereitschaft einiger Unternehmen erhöhen. Die erforderlichen Investitionen in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Euro in den kommenden Jahren werden aber nur erfolgen, wenn der Staat begleitend die Infrastruktur erneuert und dadurch die Planungssicherheit und Absatzperspektiven verbessert.“ Andere Maßnahmen bewertet das IMK als wenig sinnvoll. Die Stabilisierung des Arbeitsangebots im demografischen Wandel würde kurzfristig kaum nennenswerte Wirkung zeigen. Die steuerliche Begünstigung von Zuschlägen für Mehrarbeit sei für sie „Geldverschwendung“, da dies vor allem Fehlanreize für teure Mitnahmeeffekte setze.